18.05.2007, 00:00 Uhr

Finanzierung von Galileo ungewiss

Das europäische Satellitensystem soll den Steuerzahler bis 2013 mindestens 2,4 Milliarden Euro kosten. Die Europäische Union sucht fieberhaft nach einer Möglichkeit zur Finanzierung des Prestigeprojekts Galileo. Die EU-Kommission befürchtet, dass der aktuelle Fahrplan, wonach der private Sektor frühzeitig einbezogen werden soll, nicht wie vorgesehen eingehalten werden kann, mit unter Umständen beträchtlichen Mehrkosten für den öffentlichen Sektor. Die Verantwortlichen machen weiter deutlich, dass die Planung und Finanzierung der gesamten Basisinfrastruktur durch den öffentlichen Sektor die vorteilhafteste, realistischste und langfristig kostengünstigste Lösung sei. Mit dem Betrieb des Systems soll dagegen ein privater Konzessionär beauftragt werden.

Für Galileo werden insgesamt 30 Satelliten die Erde in einer Höhe von etwa 24.000 km umkreisen. Die EU will mit dem Projekt eine Unabhängigkeit vom US-amerikanischen GPS-System erreichen. "Für Europa ist ein europäisches Satellitennavigationssystem eine wesentliche Voraussetzung, um wichtige Anwendungen betreiben zu können, etwa bei Grenzkontrollen, Verkehrslogistik, Finanzvorgängen oder auch der Überwachung der zentralen Energie- und Kommunikationsinfrastrukturen. Die Kommission wird dafür sorgen, dass dies gelingt", erklärte der für Verkehr zuständige Vizepräsident der Kommission, Jacques Barrot. Die Schweiz ist auch am Projekt Galileo beteiligt. (ph/th) http://de.wikipedia.org/wiki/Galileo_(Satellitennavigation)


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