Neue Geräteklasse
28.02.2019, 16:17 Uhr

Android wird an Falt-Smartphones angepasst

Samsung und Huawei haben auf dem MWC in Barcelona die ersten faltbaren Smartphones vorgestellt. Um die neue Gerätekategorie besser zu integrieren, sollen nun Änderungen am Android-Betriebssystem folgen.
(Quelle: Huawei )
Google wird sein Mobil-Betriebssystem Android stärker an den Einsatz in den neuartigen Auffalt-Smartphones anpassen. Die Gerätekategorie bringe neue Wege, wie Nutzer mit den Geräten interagieren können, sagte Android-Chef Hiroshi Lockheimer der dpa auf dem Mobile World Congress in Barcelona. Die Funktionen dafür würden zunächst gemeinsam mit den Herstellern entwickelt und dann in das Betriebssystem integriert.

Samsung zum Beispiel arbeitete bei seinem Smartphone Galaxy Fold zusammen mit Google daran, dass Apps auf dem kleineren Smartphone-Bildschirm auf der Aussenseite und dem Tablet-Display, das sich wie ein Buch auffalten lässt, synchron laufen. Auch Huawei kooperierte mit Google bei der Entwicklung seines Falt-Telefons Mate X, bei dem das Tablet-Display im Gegensatz mit Galaxy Fold auf der Aussenseite bleibt.

Viele Informationen waren schon im Vorfeld durchgesickert, jetzt ist es offiziell: Samsung hat seine neue Galaxy-S10-Familie sowie das Falt-Smartphone Fold vorgestellt. Wir zeigen die ersten Bilder der Neuheiten.



"Wir werden mit diesen ersten Geräten sehr viel darüber lernen, wie die Menschen sie nutzen" - und auch welche Lösungen App-Entwickler dafür finden, sagte Lockheimer. Es rechnet mit einem mehrjährigen Lernprozess wie zuvor zum Beispiel bei der Einführung von Touchscreens. Solange die Geräte-Kategorie der Falt-Smartphones so neu sei, werden Geräte-Hersteller noch direkt mit Google daran arbeiten müssen, um Lösungen für ihre konkreten Telefone zu finden.

Google steht in diesem Jahr vor der Herausforderung, für den Namen der nächsten Android-Version ein Dessert zu finden, das mit dem Buchstaben "Q" anfängt. Der Konzern gab den Weiterentwicklungen traditionell Namen von Süssspeisen in alphabetischer Reihenfolge. "Ich erinnere mich, wie wir am Anfang - so in der Cupcake und Donut-Ära - sagten: "Oh, wenn es zu Q oder Z kommt, das wird dann nicht so einfach." Aber damals schien das noch so viele Jahre entfernt", sagte Lockheimer. Noch nicht entschieden sei, wie es mit der Namensgebung der Android-Versionen weitergehen wird, wenn das Alphabet durch ist.



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