Gegen Fake News 29.01.2019, 17:33 Uhr

YouTube testet Algorithmus-Änderung

YouTube will weniger Videos zum Thema Verschwörungstheorie empfehlen und 
Massnahmen ergreifen, um die Verbreitung von Fehlinformationen zu reduzieren. Der Algorithmus soll es richten.
(Quelle: Shutterstock.com/Dacian G)
Mit einer Änderung seines Algorithmus will YouTube jetzt Falschinformationen etwas entgegensetzen. So sollen in Zukunft weniger Videos mit Fake News und Verschwörungstheorien von YouTube den Nutzern vorgeschlagen werden. Mit einem solchen Schritt will das Videoportal sein eigenes Potential mindern, Zuschauern extreme Inhalte zu empfehlen. 
Los geht es zunächst jedoch mit einem Test. In dem auf die Vereinigten Staaten beschränkten Testlauf verzichtet YouTube auf Empfehlungen zu "grenzwertigen Inhalten" - also solche Videos, die an die Grenzen die der Community-Richtlinien stossen, aber eben nicht überschreiten. Dies, so YouTube in einem Beitrag im offiziellen Firmenblog, betreffe allerdings weniger als ein Prozent der auf YouTube verfügbaren Videos.
"Wir werden anfangen, die Empfehlungen für grenzüberschreitende Inhalte zu reduzieren, die die Nutzer auf schädliche Weise falsch informieren könnten - wie beispielsweise Videos, die falsche Wundermittel gegen schwere Krankheiten anbieten, die Erde als Scheibe propagieren oder komplett falsche Behauptungen über historische Ereignisse wie den 11. September machen", so das Unternehmen.

Ohne Menschen geht es nicht 

Bei der Durchsetzung der neuen Richtlinie kann sich YouTube allerdings nicht allein auf den Algorithmus verlassen. So werde eine Mischung aus menschlichen Moderatoren und maschinellen Lernsystemen dafür sorgen, grenzwertige Videos zu identifizieren. Diese werden übrigens nicht von der Website entfernt, so YouTube, sondern weiterhin den Kanalabonnenten angezeigt werden. Nach erfolgreichem Abschluss des Tests will YouTube die Änderungen in weiteren Ländern einführen.
Auch YouTube-Eigner Google gehörte im September 2018 zu den Unterzeichnern eines Verhaltenskodex, der die Unterdrückung von Falschnachrichten zum Ziel hat. 



Das könnte Sie auch interessieren