Übersetzungshilfen 09.04.2024, 14:02 Uhr

Cleverer Dolmetscher

Mit Deutsch allein bleibt der grösste Teil des Internets unverständlich. Glücklicherweise gibt es in jedem Browser Übersetzungswerkzeuge. Wir zeigen Ihnen, wie Sie in Firefox, Chrome und Safari Websites einfach übersetzen.
(Quelle: Shutterstock/Marta Sher)
Übersetzen gehört beim modernen Webbrowser zum Standard. Sowohl Firefox als auch Chrome oder Safari beherrschen das Übersetzen kompletter Webseiten. Allerdings sind nicht alle Browser gleich gut aufgestellt. Bei Firefox steckt das Feature in der Beta-Phase, während es bei Chrome auf die langjährige Erfahrung von Google Translate zählen kann. Eigene Vorzüge haben aber alle Webbrowser – und alle sind ähnlich, was die Übersetzungsqualität angeht.

Mozilla Firefox

Wenn wir beim PCtipp in der Vergangenheit Firefox empfohlen haben, dann aus vielen triftigen Gründen. Die Übersetzungs-Tools gehörten jeweils nicht dazu. Hier mussten sich Firefox-Nutzer jeweils mit Add-ons oder externen Mitteln zu helfen wissen. 2023 hat es Mozilla aber geschafft: Firefox erhielt endlich eine eingebaute Übersetzungsfunktion. Diese befindet sich noch in der Beta-Phase, funktioniert aber bereits ganz ordentlich. Genau wie bei der Konkurrenz von Google oder Apple zeigt auch Firefox automatisch ein Pop-up nahe der Adressleiste an, wenn eine Webseite übersetzt werden kann. Ein kleines Symbol am rechten Rand der Adressleiste lässt Sie den Dialog manuell öffnen, sollte das Pop-up bereits verschwunden sein, Bild 1.
Bild 1: Firefox hat seit Kurzem auch einen eigenen Übersetzer; er wird als Pop-up und am Rand der Adressleiste angezeigt
Quelle: PCtipp.ch
Wann und wo das Pop-up erscheint, können Sie zu einem gewissen Grad in den Einstellungen von Firefox anpassen. Scrollen Sie dort im Abschnitt Allgemein nach unten bis zu den Übersetzungseinstellungen. Dort sehen Sie einen Button mit der Aufschrift Einstellungen und eine Liste von Sprachen. Mit der Schaltfläche öffnen Sie ein neues Menü, in dem Sie drei Listen erstellen können.
Die oberste Liste sammelt Sprachen, die Firefox automatisch übersetzen soll. Das ist beispielsweise dann nützlich, wenn Sie regelmässig auf einer fremdsprachigen Webseite unterwegs sind, die Sie immer übersetzt haben möchten. In der mittleren Liste sind es Sprachen, die Firefox nie übersetzen soll. Hier packen Sie am besten jene Sprachen rein, die Sie selbst beherrschen und daher keine Übersetzung dafür brauchen.
Ganz unten gibt es noch eine Liste mit Websites, für die Firefox nie eine Übersetzung anbieten soll. Und wie Sie bereits merken: Sie können nicht einfach Sprachen und Webseiten in die Listen eintragen. Leider geht das nur, in dem Sie die jeweilige Webseite besuchen und diese über das Übersetzungs-Tool in der Adressleiste auf die Liste setzen. Gleiches gilt für die Sprachen. In den Einstellungen können Sie diese nur entfernen, nicht aber hinzufügen. Dafür müssen Sie eine entsprechende Übersetzung auslösen, Bild 2.
Bild 2: Die Übersetzungseinstellungen von Firefox sind noch sehr beschränkt
Quelle: PCtipp.ch
Zurück zum Einstellungsmenü: Dort erhalten Sie unter dem Einstellungs-Button eine weitere Liste. Sie können Sprachen für den Offline-Gebrauch herunterladen. Das kann beispielsweise für lokale Tools oder PDF-­Dateien nützlich sein, spart aber auch Bandbreite, wenn man unterwegs ist. Aktuell unterstützt Firefox die Offline-Sprachen Bulgarisch, Englisch, Französisch, Italienisch, Niederländisch, Polnisch, Portugiesisch, und Spanisch. Das ist noch ziemlich wenig, dürfte aber relativ schnell mehr werden.



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