Internet in Regionalzügen in der Fläche ist ein Problem

Sachsen-Anhalt mit guter Quote

Deutlich höher liegt die Quote in Sachsen-Anhalt. Mehr als 60 Prozent aller Linien sind dort inzwischen mit WLAN ausgestattet. "Ziel des Landes ist, alle Fahrzeuge im Eisenbahnnahverkehr in Sachsen-Anhalt mit WLAN auszurüsten", teilte ein Sprecher des Nahverkehrsservice Sachsen-Anhalt mit. In Bayern wiederum wurde erst im Herbst beschlossen, bei Neubestellungen auf WLAN zu setzen. Ältere Fahrzeuge sollen nachgerüstet werden.
Anders als im Fernverkehr, der in Eigenregie von der Deutschen Bahn betrieben wird, gibt es im Nahverkehr Verträge zwischen den Eisenbahnunternehmen und den Bestellern. Dort ist neben der Ausstattung der Züge auch festgelegt, wie oft auf welchen Strecken wie viele Züge mit wie vielen Sitzen fahren sollen. Verspätungen und Zugausfälle gelten als nicht-erbrachte Leistungen. Die Zugunternehmen müssen in diesem Fall Strafzahlungen leisten, die ebenfalls in den Verträgen geregelt sind.
Auch so ist es zu erklären, dass die Pünktlichkeitswerte im Nahverkehr bei den angefragten Verkehrsverbünden deutlich über denen im Fernverkehr liegen. In der Regel sind mehr als 90 Prozent aller Züge im Nahverkehr pünktlich - zum Teil deutlich.
Die Wahrnehmung sei oft eine andere, betonte der Pro-Bahn-Ehrenvorsitzende Naumann. "Im Nahverkehr sind die Ansprüche an Pünktlichkeit ganz andere", sagte er. Eine Verspätung von zehn Minuten mag bei einer ICE-Fahrt noch tolerierbar sein. Beim täglichen Pendeln sei das aber schon ganz anders - vor allem, wenn man im Anschluss eine U-Bahn oder den Bus erwischen will. "Je häufiger das stattfindet, umso ärgerlicher wird es", sagte Naumann.
Allein die Deutsche Bahn registriert im Regionalverkehr jeden Monat rund 780 000 Fahrten. Zum Vergleich: Im Fernverkehr sind es 20 000.


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