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Google CSS 06.12.2018, 20:54 Uhr

"Fake"-Wettbewerb um Anzeigenplätze bei Google Shopping?

Wie hat sich Google Shopping seit der Rekordstrafe verändert? Wie ist das Verhältnis von Google-eigenen Anzeigen zu Wettbewerbern? Antworten rund um den neuen Google Comparison Shopping Service (CSS) gibt eine Studie von Searchmetrics.
(Quelle: shutterstock.com/Casimiro PT )
Im vergangenen Jahr wurde Google Shopping als wettbewerbswidrig eingestuft, das Unternehmen soll den eigenen Einkaufsvergleichsdienst Konkurrenz-Angeboten gegenüber bevorzugt haben. Der Konzern wurde von der Europäischen Kommission zu einer Rekord-Wettbewerbsstrafe von 2,4 Milliarden Euro verdonnert.
Um eine Sperre seiner Shopping-Plattform zu umgehen, wandelte Google seine Produktsuche in der Folge in eine Preisvergleichsplattform um. Alle Shopping-Anzeigen in den Hauptsuchergebnissen von Google sind seither Teil des Google Comparison Shopping Service (CSS). Damit können Preisvergleichsportale im Europäischen Wirtschaftsraum (EWR) und in der Schweiz Shopping-Anzeigen auf Google im Namen von Händlern schalten. Die User sehen kaum Änderungen, neu ist lediglich die Zeile "Von ...." am unteren Rand der Anzeige.
(Quelle: Google)
Google Shopping sollte damit wettbewerbsfähiger gemacht werden - mit grossen Vorteile für Händler: Diese können mittels Google CSS Partnern "Zweitplatzierungen" in den Google Shopping-Ergebnissen und darüber hinaus 20 Prozent Rabatt auf die Klickpreise beziehen.

Die Praxis

Wie sieht es aber tatsächlich aus? Beschwerden von klassischen Produkt- und Preisvergleichsseiten gibt es nach wie vor: In einem offenen Brief an die EU-Wettbewerbskommissarin Margrethe Vestager beschwerten sich diese im November erst, dass die Anzeigenvergabe bei Google Shopping nicht fairer sei als vorher. Auch eine aktuelle Searchmetrics-Studie zu Google Shopping 2018 beschäftigt sich nun mit dem Thema.
Demnach würde grundsätzlich erst einmal nachweisbar viel mehr Wettbewerb bei Google Shopping herrschen als vorher. In Deutschland, Grossbritannien und Frankreich kämen rund ein Drittel der Anzeigen mittlerweile von konkurrierenden CSS und nur noch rund zwei Drittel von Google Shopping selbst.
Auf den zweiten Blick erweist sich dieser Wettbewerb laut Searchmetrics aber als fragwürdig: Nur neun Prozent des Marktanteils würden an klassische Produkt- und Preisvergleichsseiten gehen. Dagegen hätten Marketing-Agenturen mit 23 Prozent den Grossteil des Marktanteils für externe CSS inne. Diese Agenturen wären zum grössten Teil erst 2018 gegründet worden, und hätten nur die Produkte derjenigen Online-Händler im Vergleichsportfolio, für die sie die Auktion um die Shopping-Anzeigen übernommen haben.
Für die Studie hatte Searchmetrics Desktop-Suchergebnisse im Herbst 2018 in Deutschland, Grossbritannien und Frankreich analysiert. Dabei verglich das Unternehmen auch seine Ergebnisse aus der vorangegangenen Google-Shopping-Studie: Im Januar 2018, vier Monate nach der Öffnung von Google Shopping für externe CSS, untersuchte Searchmetrics erstmals die neue Wettbewerbssituation. Das Ergebnis lautete damals: Nur zwei Prozent der Anzeigen kamen von externen CSS.




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