Netzausbau 30.08.2021, 14:25 Uhr

Telekom meldet Schaltung von 430.000 neuen FTTH-Anschlüssen

430.000 neue FTTH-Anschlüsse, 55.000 5G-Antennen in Betrieb: Die Telekom hat über ihre Fortschritte beim Breitbandausbau informiert. Zudem gab es ein Update mit Blick auf die Wiederherstellung der TK-Infrastruktur in den Flutkatastrophengebieten.
Srini Gopalan, Vorstandsmitglied Deutsche Telekom AG und Sprecher der Geschäftsführung Telekom Deutschland GmbH
(Quelle: Deutsche Telekom)
Die Deutsche Telekom hat in Bonn einmal mehr über ihre Fortschritte beim 5G- und Glasfaserausbau in Deutschland informiert.
Demnach hat der TK-Konzern seit Jahresbeginn im Festnetz rund 430.000 Gigabit-fähige Fiber-to-the-home-Anschlüsse (FTTH) realisiert und dafür über 30.000 Kilometer Glasfaser verlegt. Damit liegt das Unternehmen eigenen Angaben zufolge im Plan - das Ziel für das Gesamtjahr 2021 stehe unverändert bei 1,2 Millionen Glasfaser-Anschlüssen.
Ein Schwerpunkt beim Ausbau liegt dabei auf dem ländlichen Raum. Hier will die Telekom in den kommenden Jahren ihre Aktivitäten noch einmal deutlich verstärken. „In Kommunen mit weniger als 20.000 Einwohnern ist die digitale Infrastruktur oftmals nicht so weit entwickelt wie in den Grossstädten“, so Srini Gopalan, Vorstandsmitglied Deutsche Telekom AG und Sprecher der Geschäftsführung Telekom Deutschland GmbH. Und weiter: „Deshalb wollen wir bis 2030 mindestens acht Millionen Glasfaser-Anschlüsse im ländlichen Raum realisieren. Der Glasfaserausbau ist ein lokales Geschäft mit hoher Komplexität. Deshalb ist der offene Dialog mit den Kommunen und deren Entscheidern für uns so wichtig. Das ist auch ein Grund dafür, dass wir Zuständigkeiten und Entscheidungskompetenzen immer stärker von Bonn aus in die Regionen verlagern.“
Auch beim 5G-Ausbau meldet die Telekom Fortschritte. Mittlerweile funken den Angaben zufolge rund 55.000 Antennen mit der neuen Technologie - somit könnten bereits 85 Prozent der Bürgerinnen und Bürger den schnellen Mobilfunkstandard nutzen. Bis Jahresende will die Telekom die 90 Prozent-Marke überschreiten.

20.000 Haushalte in Unwettergebieten noch ohne Festnetz-Internet

Auch mit Blick auf die von der Flutkatastrophe betroffenen Gebiete gab die Telekom ein Update. Nach der Flutkatastrophe in Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz seien noch immer etwa 20.000 Haushalte vom Festnetz-Internet abgeschnitten. Bei 80.000 zwischenzeitlich vom Netz gegangenen Haushalten habe man die Leitungen wieder repariert, sagte Technikchef Walter Goldenits. „An den verbliebenen 20.000 arbeiten wir mit Hochdruck.“ Dort seien etwa Mobilfunk-Ersatzlösungen bereitgestellt worden.
Wann alle Schäden behoben sind, sei schwer abschätzbar, so Goldenits. Er nannte sechs bis zwölf Monate als ungefähren Zeitrahmen für die Glasfaser-Verlegung. „Wir haben Ortschaften, wo Strassenzüge einfach nicht mehr so existieren wie vorher - wir brauchen also die Entscheidung der Kommunen, wie die Ortschaft wieder aufgebaut wird.“ Beim Wiederaufbau werde priorisiert, etwa um Arztpraxen möglichst schnell wieder an das Netz anzuschliessen.



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