Knowhow 28.09.2015, 07:11 Uhr

Ultra High Definition: Hersteller im Pixelwahn

Ultra High Definition kommt im Massenmarkt an und zeigt viermal so viele Details wie Full-HD. Entwickler arbeiten aber schon längst an weitaus höheren Auflösungen
Bis vor kurzem waren Fernseher mit Full-HD-Auflösung noch das Mass aller Dinge – TV-Geräte mit höherer Pixel­anzahl blieben für die meisten finanziell unerreichbar. Mittlerweile sind die extrascharfen Smart-TVs mit Ultra High Definition (UHD) aber für jedermann erschwinglich und endlich im Massenmarkt angekommen.
Doch was zeichnet einen UHD-Fernseher abgesehen von der reinen Zahl der Bildpunkte gegenüber einem Full-HD-TV aus und welche Auflösungen werden wir in den nächsten Jahren sehen?
Im Vergleich zur Full-HD-Auflösung von 1.920 x 1.080 bietet UHD mit 3.840 x 2.160 die vierfache Zahl an Pixeln, nämlich 8,3 Millionen. Oft wird von Kunden und einigen Herstellern fälschlicherweise auch die Bezeichnung 4K verwendet, damit ist aber der Kinostandard mit 4.096 x 2.160 Bildpunkten gemeint, der etwas breiter als das 16:9-TV-Bild ist. 
Alleine an der Zahl der Pixel wird deutlich, dass erst mit einem UHD-Fernseher die bereits seit Jahren mit den Megapixel-Sensoren in Smartphones und Digitalkameras möglichen Bilder einigermassen adäquat wiedergegeben werden können. Eins zu eins lässt sich die Pixelzahl einer Kamera aber nicht mit der eines TV-Geräts vergleichen, schuld ist eine unterschiedliche Zählweise.
Das alte TV-Bild mit 720x576 Bildpunkten mutet gegenüber UHD oder 8K UHD geradezu unscharf an
Quelle: Wikipedia
Jeder Bildpunkt eines TV-Geräts setzt sich aus drei Subpixeln (rot, grün und blau) zusammen, doch nur die Smart­phone- und Kamerahersteller zählen in der Berechnung der Megapixel-Zahl diese Subpixel – und kommen so auf deutlich höhere Werte. Hinzu kommt, dass es auf Fotosensoren doppelt so viele grüne Subpixel wie rote und blaue gibt.
Zusammengefasst: Um auf die acht Millionen Bildpunkte eines UHD-TVs zu kommen, benötigt man also einen Fotosensor mit nominell 32 Megapixeln (8 x 4 Subpixel). 
Doch nicht nur die reine Zahl der Bildpunkte spricht für UHD, mit dem Standard sind auch viel schnellere Bildfolgen von 120 Frames pro Sekunde möglich, bislang lag die Grenze bei maximal 60 Bildern. Der Farbraum ist bei Ultra High Defini­tion ebenfalls grösser, die Fernsehgeräte können Milliarden von Farbnuancen darstellen.



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