Körper-Tracking im Auto 27.04.2015, 23:22 Uhr

Warnsystem Brain4cars soll Unfälle vermeiden

Das Warnsystem Brain4cars soll zur Unfallvermeidung im Strassenverkehr beitragen. Dazu gleicht es die Körpersprache des Fahrers mit Infos der Aussensensoren ab, um brenzlige Situationen vorherzusehen.
(Quelle: Youtube - ashesh jain)
Sicherheit geht vor: Forscher der Universitäten Cornell und Stanford haben das Warnsystem Brain4cars entwickelt, das im im Vorfeld erahnen soll, welche Aktion der Autofahrer als nächstes durchführen will.
Bereits bestehende Fahrer-Warnsysteme, die vor Fahrzeugen im toten Winkel oder vor dem Einschlafen warnen, agieren laut einer Meldung der Cornell Universität zu spät, da sie erst warnen nachdem der Fahrer bereits gehandelt hat. Ausserdem verwenden viele der Systeme lediglich Sensoren am Äusseren des Fahrzeugs.
Brain4cars: Das Warnsystem will Autofahrer-Aktionen vorhersagen durch Gesichts- und Umgebungs-Tracking.
Brain4cars will hingegen Innen- mit Aussensensoren kombinieren: Mittels Kamera soll zum einen die Körpersprache des Fahrers permanent analysiert und in Kombination mit den Aussensensoren ausgewertet werden, um Fahrmanöver vorherzusagen. Bei einem unfallträchtigen Lenk-Manöver nach links warnt das System etwa über Vibrationen am linken Teil des Lenkrades oder des Sitzes.
Wann und ob das Warnsystem Brain4cars in Autos vorzufinden sein wird, ist derzeit noch unklar. Laut den Forschern muss es weiter optimiert werden. So ist beispielsweise das Gesichts-Tracking von bestimmten Licht- und Schattensituationen beeinflussbar. Bisher habe das System jedoch Fahrmanöver in 77,4 Prozent aller Fälle 3,53 Sekunden im Voraus korrekt bestimmt.



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