ETH Zürich 20.07.2021, 17:09 Uhr

Brücke aus dem 3D-Drucker

Mittels 3D-​Druck lassen sich tragende Betonstrukturen bauen, die mit weniger Material und ohne Armierungsstahl und Mörtel auskommen. Das haben ETH-​Architekten und -​Ingenieure zusammen mit Zaha Hadid Architects bewiesen – mit einer Fussgängerbrücke in Venedig.
Die Fussgängerbrücke in Venedig stammt aus dem 3D-Drucker
(Quelle: Studio Naaro)
Millionen von Neubauten auf der ganzen Welt werden mit Stahlbeton gebaut, obwohl diese Bauweise sehr hohe CO2-​Emissionen verursacht. Besonders gravierend sind der Stahl für die Armierung und der Zement. ETH-​Forschende zeigen nun, wie man bei beidem sparen kann.
In einem Park in Venedig hat die Block Research Group zusammen mit der Computation and Design group von Zaha Hadid Architects einen 12 mal 16 Meter grossen, gewölbten Fussgängersteg gebaut, der ganz ohne Armierungen auskommt.
Das Bauwerk mit dem Namen «Striatus» besteht aus additiv gefertigten Beton-​Bausteinen, die sich wie bei alten Steinbrücken zu Bögen ergänzen. Die Kräfte wirken dadurch in reiner Kompression genau auf die im Boden miteinander verstrebten Stützen. Die Bausteine stabilisieren sich durch die Geometrie des Bauwerks selbst.



Das könnte Sie auch interessieren