«Call of Duty: Black Ops 4»: Der endgültige Check!

Wie im Rausch, Online Performance und Fazit

Wie im Rausch

Ergänzend dazu wirft Treyarch ausserdem den brandneuen Zombie-Rausch-Modus ins Rennen. Entschlackt von jedweden Story- und Crafting-Elementen hetzen Sie hier einem ständig wachsenden Highscore hinterher, der durch das Aufrechterhalten von Punkte-Multiplikatoren immer neue Bestmarken erreicht.
Call of Duty: Black Ops 4
Quelle: Activision
Doch Obacht: Sobald eine Ihrer Figuren Schaden nimmt, sackt der Multiplikator ab. Ein Heidenspass! Nicht zuletzt, weil Waffenkäufe keine Punkte kosten und wir zwischendurch immer wieder bestimmte Zonen auf der Karte verteidigen müssen.
Natürlich wollen wir auch die übrigen beiden Zombies-Karten der Standard-Edition «Black Ops 4» nicht unter den Tisch kehren. Zunächst zu «Voyage of Dispair»: Die zweite Karte der Chaos-Story spielt auf dem legendären Kreuzfahrtschiff Titanic, kann mit den neuen Protagonisten angegangen werden und konfrontiert Sie im Bauch des Schiffes mit deutlich engeren Kampfarealen, klaustrophobischen Unterwasser-Passagen sowie anderen pfiffigen Gameplay- und Story-Ideen.
Call of Duty: Black Ops 4
Quelle: Activision
«Blood of the Dead» wiederum ist der sogenannten Äther-Story zugeordnet und sozusagen ein Reboot der «Black Ops 2» Klassiker-Karte «Mob of the Dead». Der Clou hier: Obwohl man sowohl die Zombie-Modus-Veteranen-Crew (also Dempsey, Nikolai, Takeo und Richtofen) als auch das Insel-Setting Alcatraz beibehält, fallen Kennern schon bald zahlreiche verrückte Änderungen bei Leveldesign, Puzzlen und Storyelementen auf.
Wer sich im Besitz des Season Passes befindet, darf darüber hinaus noch auf «Classified» sein Glück versuchen und Zombies im Pentagon in den Allerwertesten treten. Jede Menge coole Sprüche inklusive!

Online-Performance und Season Pass

Insgesamt betrachtet lief «Black Ops 4» technisch sehr rund. Nichtsdestotrotz stiessen wir zwischendurch auf vereinzelte Probleme. Bei einigen Partien «Blackout» – zu besonders frequentierten Stosszeiten etwa – hatten wir mit Rubberbanding zu kämpfen. Bei diesem auch in anderen Online-Shootern vorkommenden Phänomen hat es den Anschein, die Spielfigur sei beim Laufen an einer Art Gummiband befestigt und würde immer wieder ein kleines Stück zurück an ihre vorherige Position gezogen.
Call of Duty: Black Ops 4
Quelle: Activision
Ebenfalls auffällig: Wer einige Tage nach Release mit einem Charakter niedrigen Ranges durchstartete, wurde im klassischen Multiplayer-Modus vergleichsweise häufig mit Spielern zusammengewürfelt, die bereits deutlich fortgeschrittener waren. Für Genre-Kenner kann so etwas sehr motivierend sein und sie anstacheln, möglichst schnell ähnlich hohe Erfahrungsstufen zu erreichen. Einsteiger jedoch kann diese Art von Matchmaking auch sehr frustrieren.
Call of Duty: Black Ops 4
Quelle: Activision
Darüber hinaus möchten wir auf etwas hinweisen, dass einige von Ihnen womöglich noch nicht wussten. Denn anders als bei bisherigen «Call of Duty»-Teilen können Sie zukünftige kostenpflichtige DLC-Inhalte hier nur noch im Rahmen des Season Passes erwerben, nicht aber in Form einzelner DLC-Pakete. Wer also einfach mal nur in eines der zukünftigen Zombies-Erlebnisse reinschnuppern möchte oder aber eine der kommenden zwölf Multiplayer-Karten probieren möchte, muss zwingend die Gebühr für den Black Ops Pass entrichten.

Fazit

Keine Frage, das Fehlen einer klassischen Kampagne ist eine spürbare Enttäuschung für Liebhaber bisheriger «Black Ops»-Teile, die alle stets mit interessanten Geschichten auftrumpfen konnten. Aus der Sicht enthusiastischer Multiplayer-Fans macht «Black Ops 4» jedoch fast alles richtig. Der klassische Multiplayer spielt sich nicht zuletzt dank manueller Lebensenergie-Regeneration, optimierter Ballistik und neuen Spielmodi wie Heist und Control erfreulich taktisch. Der Zombies-Modus ist – wie eben ausführlich skizziert – ein Fest und der «Blackout»-Modus wirkt ohnehin wie ein nicht enden wollender Adrenalin-Rausch. Die Season-Pass-Gestaltung aber sollte Activision noch einmal überdenken.
CALL OF DUTY: BLACK OPS 4
Positiv: Blackout-Matches sind Adrenalin pur!, Geniale, vielseitig konfigurierbare Zombies-Komponente Erstmals Bots-Kollegen im Zombies-Modus Viele Modi im Spiltscreen spielbar (leider mit dicken Balken) 14 schicke MP-Karten, 2 neue MP-Modi Sinnvolle MP-Neuerung, verbesserte Ballistik Gute deutsche Synchro Specialist HQ ist tolles MP-Training für Einsteiger
Negativ: Kommende, kostenpflichtige DLC-Inhalte nur via Black Ops Pass zu haben Grafisch gut, aber nicht auf Augenhöhe mit Battlefield 5 Disk-Fassung braucht 50 GB grosses Update Keine unterschiedlichen Wetterbedingungen bei Blackout Keine dynamische Zerstörung der MP-Umgebungen Teils lange Ladezeiten
Details: Shooter für PC, XboxOne und PS4
Strassenpreis: ab Fr. 59.90
Info: activision.com


Das könnte Sie auch interessieren