PiBS an der FFHS 30.01.2020, 07:31 Uhr

Uni-Gutachten empfiehlt praxisnahe IT-Ausbildung

An der Fernfachhochschule Schweiz (FFHS) wird ein praxisintegriertes Bachelor-Studium (PiBS) in Informatik angeboten. Dem Lehrgang wurde nun von der Universität Zürich ein gutes Zeugnis ausgestellt
Nicht nur die Schulbank drücken, sondern auch Praxiserfahrungen in Firmen sammeln: Dies ermöglicht das praxisintegrierte Bachelorstudium an Schweizer Fachhochschulen
(Quelle: Archiv CW )
Im Rahmen eines Pilotprojekts bietet die Fernfachhochschule Schweiz (FFHS) seit 2015 ein praxisintegriertes Bachelor-Studium (PiBS) in Informatik an. Das Besondere an dem Studiengang ist die Kombination von Hochschullehre und gleichzeitiger Praxiserfahrung in Unternehmen. In einem von der FFHS in Auftrag gegebenen Gutachten hat nun das Institut für Erziehungswissenschaft der Universität Zürich die Funktionsfähigkeit und Akzeptanz des Studienmodells attestiert. Sie empfiehlt, dieses weiterzuführen und weiterzuentwickeln.

Verzahnung von Schule und Praxis

«Die enge Verschränkung von Praxis und Hochschulbildung im PiBS-Modell der FFHS wird von allen befragten Personengruppen sehr positiv gewertet», so das Fazit der Universität Zürich. «Es ergibt ein für die Studierenden attraktives, aber auch intensives Studienmodell», heisst es in dem Gutachten weiter.
Die FFHS bietet das PiBS-Modell für den Fachbereich Informatik an und orientiert sich dabei am regulären Curriculum des Studiengangs BSc Informatik der Hochschule. Die von der Universität Zürich befragten Dozierenden und Studierenden sehen die Vorzüge des Studienmodells vor allem in der engen Verzahnung von Theorie und Praxis. Dadurch erhoffen sich die Studierenden gute Arbeitsmarktchancen – eine Mehrheit würde sich denn auch erneut für den Studiengang entscheiden.

Auch Firmen profitieren

Für die beteiligten Unternehmen, die sogenannten Praxispartner, biete das PiBS-Modell eine Möglichkeit, dem Fachkräftemangel im Bereich der Informatik entgegenzuwirken, beziehungsweise den Bedarf an künftigen Fachkräften zu sichern, heisst es seitens der FFHS. Die Firmen haben deshalb gemäss Anbieterin ein grosses Interesse daran, dass der PiBS-Studiengang weiter angeboten wird. Unter den Praxispartnern befinden sich sowohl Grossunternehmen wie die Swisscom und die Schweizerische Post als auch KMU.
Der PiBS-Studiengang wird im Rahmen eines Massnahmenpakets der Fachkräfteinitiative in den MINT-Berufen an vier von acht Fachhochschulen der Schweiz durchgeführt. Es ist so konzipiert, dass die einjährige Praxiserfahrung, die gymnasiale Maturanden zur Immatrikulation an Fachhochschulen benötigen, in die Studienzeit integriert wird.
Zusammen mit den Praxispartnern ermöglichen die Fachhochschulen den Studierenden, die Praxiserfahrung ins Studium einzubinden. Dabei schliessen die PiBS-Studierenden einen Ausbildungsvertrag mit einem Praxispartner ab, bei dem sie über die ganze Studiendauer tätig sind.



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