Datenklau bei der Swisscom 07.02.2018, 11:34 Uhr

Gehören Sie zu den 800'000 vom Datenleck betroffenen Kunden der Swisscom?

Unbekannten ist es gelungen, rund 800'000 Kontaktdaten von Swisscom-Kunden zu entwenden. Betroffen sind vom Datenklau mehrheitlich Personen mit Mobilfunkabos.
Im Herbst des vergangenen Jahres sind offenbar die Kontaktdaten von rund 800'000 Kundinnen und Kunden der Swisscom gestohlen worden. Wie der Telco am Mittwochmorgen in einer Medienmitteilung bekannt gibt, seien Unbekannte mithilfe von gestohlenen Zugriffsrechten eines Vertriebspartners an Namen, Adressen, Telefonnummern und Geburtsdaten gelangt. Betroffen sind gemäss Angaben im Communiqué – nebst wenigen Festnetzkunden – mehrheitlich Mobilfunkkunden. Daten wie Passwörter, Gesprächs- oder Zahlungsdaten tangiere der Vorfall hingegen nicht.
Bei den entwendeten Kundendaten handle es sich laut dem Datenschutzgesetz um «nicht besonders schützenswerte Personendaten», die Swisscom von Gesetzes wegen erhebe und für den Abschluss eines Abos benötige. Vertriebspartnern sei es gestattet auf diese zuzugreifen um Kunden zu identifizieren, zu beraten, Verträge abzuschliessen oder anzupassen. Betroffene Swisscomkunden sehen das etwas anders:

Check per SMS

Wie die Swisscom in der Mitteilung erklärt, können Kundinnen und Kunden nun per SMS abklären lassen, ob sie vom Datenklau betroffen sind oder nicht. Dazu müsse eine SMS mit dem Stichwort «Info» an die Nummer 444 gesendet werden. Festnetz- und Firmenkunden seien per Mail und Brief informiert worden.
Bis heute habe noch kein Anstieg bei Werbeanrufen oder anderen Aktivitäten festgestellt werden können – hierzu können die gestohlenen Daten verwendet werden. Swisscom sagt: «Es bestehen keine Hinweise darauf, dass die Kunden einen Schaden erleiden». Der Telco rät seinen Kundinnen und Kunden aber, den Callfilter für Mobilfunk- und Festnetzanschlüsse als Schutz gegen unerwünschte Werbeanrufe zu aktivieren.



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