So wird der Werbedollar aufgeteilt

Google und Facebook setzen Margen unter Druck

Da Google und Facebook zudem zunehmend Aufgaben übernehmen, die bisher auf Agenturseite lagen, geraten neben den Preisen für Anzeigentechnologie auch die Margen für Agentur- und Werbedienstleistungen unter Druck.

Sacha Berlik, Managing Director EMEA bei The Trade Desk, kommentiert, dass es nicht möglich sei, zu verallgemeinern, welche Ad-Tech-Gebühren im Programmatic Advertising anfallen. The Trade Desk ist Anbieter einer Einkaufstechnologie für Werbekunden und deren Agenturen. Berliks Schätzung lautet: "Etwa 5 bis 15 Prozent gehen je nach Volumen an die Agentur, 15 bis 20 Prozent jeweils an die DSP und die SSP. Hinzu kommen noch Adserver-Kosten zwischen einem und vier Prozent." Die Preise für den Dateneinkauf können bei einem Tausend-Kontakt-Preis zwischen fünf Cent und drei Euro liegen, je nach Qualität der Daten.

Nur darauf zu blicken, welcher Anteil des Werbebudgets auf der Publisher-Seite ankommt, greift zu kurz. Denn vielen Publishern gelingt es, durch Programmatic Advertising die Auslastung ihrer Werbeflächen und so letztlich ihren Werbeumsatz zu steigern. Ein weiteres Argument ist, dass wegen des verstärkten Technologieeinsatzes mehr Geld in digitale Werbung fliesst, weil zum Beispiel besseres Targeting und eine bessere Messbarkeit möglich sind. Dennoch ist eine Betrachtung der Kosten gerechtfertigt, schon allein um mehr Transparenz zu schaffen, wer am Handel mit Werbeinventar beteiligt ist.




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