Schweizer KI-Community trifft sich im Netz

Wenn die KI kreativ wird

Wie kreativ künstliche Intelligenz sein kann, zeigte Dennis Lück, Chief Creative Officer bei der Kommunikationsagentur Jung von Matt/Limmat.
Geholfen haben ihm Jung von Matt Tech, Jung von Matt Limmat sowie BSI Studio. Die Firma entwickelte die Software für die Keynote-KI. Das System wurde mit unzähligen Artikeln, Videos, Reden und Studien zum Thema künstliche Intelligenz gefüttert. Anschliessend entwickelte Lück mit dem Team zwei Verhaltenstypen. Einmal für den Freigeist Lisa und anschliessend für den eher skeptischen Unternehmer Thomas.
Für Lisa generierte die KI eine Präsentation über das schöpferische Potenzial künstlicher Intelligenz. Unterstrichen wurde die These durch Beispiele aus den Bereichen bildende Künste, Filme und Musik. Grafisch war die Präsentation auf einem blauen Hintergrund und mit animierten Inhalten aufgebaut.
5 Merkmale, die eine KI besitzen muss, um künstlerisch tätig zu werden:
  • KI muss in der Lage sein zu lernen, um seine Fähigkeiten zu verbessern
  • KI muss ein eigenes künstlerisches Schaffen und das anderer Künstler beurteilen können
  • KI sollte in der Lage sein, komplett Neues schaffen zu können
  • KI sollte nicht dem menschlichen Willen unterworfen sein, sondern auf Augenhöhe mit Menschen interagieren
Kunst kann nicht ohne sozialen Kontext geschaffen werden. Die KI muss deshalb auch in der Lage sein, auf die künstlerische Produktion als Inspirationsquelle zuzugreifen.

KI erstellt Keynote für Business-Entscheider

Die zweite Keynote galt Thomas: Der Unternehmer, hält KI für ein Buzzwod, hasst Überraschungen, ist stur aber erfolgreich. Für Thomas kreierte die KI eine ganz andere Keynote – mit nachtschwarzem Hintergrund. Die KI hielt sich bei Thomas auch nicht lange mit philosophischen Überlegungen auf.
Vielmehr legte sie gleich los und startete mit der magischen Zahl 7: Sieben Möglichkeiten, mit denen KI das Business unterstützt. Konkret ging es um Customer Service, IT-Security, Business Management, Finanzen und Buchhaltung, Human Resources, technische Verfahren, Marketing und Verkauf.
Interessant daran war, dass die KI bei ihren Beispielen mit Zahlen aus Studien den Nutzwert belegen konnte. Alles Informationen, die für Business-Entscheider relevant sind.

Fazit

Lück wies in seinem Fazit darauf hin, dass eine KI den Vorteil bietet, vor einem Produktlaunch unzählige Male anhand von Personas testen zu können, ob die entwickelten Ideen den Kundengeschmack treffen.
Für Lück ist klar: «Eine KI kann kreativ tätig sein. Aber noch besser ist sie, wenn sie Hand in Hand mit Menschen arbeitet nach dem Prinzip Augmented Human Creativity.»




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