Was beim Publisher ankommt 01.07.2020, 07:34 Uhr

Werbenetzwerk: Google gibt Einblicke in sein Gebührenmodell

Google gibt zum ersten Mal Einblicke in die Gebührenstruktur seines Werbenetzwerks, der Demand-Side-Plattform "Display & Video 360" und des Ad Managers, der AdTech-Lösung für Publisher. Spannend zu sehen ist, was vom Werbedollar beim Publisher wirklich ankommt.
(Quelle: shutterstock.com/Red Deer)
Google öffnet seine Black Box und gibt zum ersten Mal unter Aufsicht der Regulierungsbehörden Einblicke in die Gebührenstruktur seines Werbenetzwerks Google Ads, der Demand-Side-Plattform "Display & Video 360" und der Publisher-Technologie Ad Manager. Spekulationen über das Modell gibt es schon lange, nicht zuletzt, da versteckte Gebühren in der Online-Werbebranche keine Seltenheit sind.
In Blog-Beiträgen erklärt Google nun, wie sich die Gebühren verteilen:
Wenn ein Werbungtreibender einen US-Dollar im Werbe-Netzwerk von Google ausgibt, kamen davon im vergangenen Jahr im Schnitt 69 Cent beim Publisher an (über den Ad Manager). Wenn Publisher die Ad Manager-Plattform nutzen, um Anzeigen direkt an Advertiser zu verkaufen, würden sie laut Google mehr von den Einnahmen behalten.
"Erst kürzlich wurde in der Branche gemunkelt, dass die Hälfte der Einnahmen aus der Display-Werbung von den AdTech-Anbietern selbst behalten wird. Wir können nicht für die vielen anderen Unternehmen in diesem Bereich sprechen, aber das ist bei Google nicht der Fall", betont Sissie Hsiao, Vice President and GM, Apps, Video and Display Advertising bei Google.
Google Ads nimmt durchschnittlich 14 Cent von jedem Werbedollar, den ein Advertiser ausgibt.
Was vom Werbedollar ankommt
Quelle: Google
Ein grosser Teil der Einnahmen, die Google aus seinen Display-Werbeprodukten generiert, fliesst nach eigenen Angaben in die Deckung der Kosten für den Betrieb des "komplexen und sich ständig neu entwickelnden Geschäfts". Dazu gehören der Aufbau und die Wartung von Rechenzentren, Investitionen in die IT-Forschung sowie die Arbeit an neuen Technologien und Innovationen.

Demand-Side-Plattform "Display & Video 360"

Googles Demand-Side-Plattform "Display & Video 360" erhebt im Schnitt 13 Cent Gebühren auf jeden ausgegebenen Werbedollar. Anschliessend berechnet der Google Ad Manager dem Publisher durchschnittlich 18 Cent.
Googles Demand-Side-Plattform "Display & Video 360" erhebt im Schnitt 13 Cent Gebühren auf jeden ausgegebenen Werbedollar.
Quelle: Google


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