Abseits der teuren Platzhirsche 07.01.2019, 13:29 Uhr

Expansion nach China: Alternativen zu Alibaba

Wer seine Fühler nach China ausstreckt, muss nicht notwendigerweise auf die teuren Platzhirsche Alibaba und JD.com setzen. Es gibt auch günstigere Alternativen.
(Quelle: shutterstock.com/aslysun )
Der Singles Day am 11. November 2018 zeigte eindrucksvoll, welches Umsatzpotenzial sich in China für deutsche Händler und Marken erschliesst. Doch gerade kleinere Händler und unbekanntere Brands müssen sich den Erfolg in China auf etablierten Plattformen wie Alibaba inzwischen für teures Geld erkaufen.
Im Windschatten der grossen Player entstanden in den vergangenen Jahren neue Online-Dienste, die ausländischen Unternehmen ohne massive Marketing-Budgets Zugang zu chinesischen Kunden verschaffen. Der Schlüssel dazu ist Social Commerce. "Die neuen Herausforderer nutzen die Tatsache, dass die Chinesen sich - anders als die Verbraucher in Europa - weniger als Ich, sondern mehr als Teil eines Netzwerkes begreifen und innerhalb dieses Netzwerkes ihre Konsumerfahrungen und Produktempfehlungen bereitwillig teilen", ­erklärt Elena Gatti, die für Azoya Brands und Händler bei ihrer ­Expansion nach China unterstützt.
Einer dieser neuen Player ist die Group-Buying-Plattform Pinduoduo. Das Prinzip: Wer alleine kauft, zahlt einen höheren Preis als derjenige, der sein Netzwerk motiviert, gemeinsam ein Produkt zu ordern. Da ­inzwischen auch der Messaging-Dienst Tencent an Pinduoduo beteiligt ist, kann man Schnäppchenangebote sehr schnell im Bekanntenkreis teilen und auch gleich bestellen.


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