Duftmarketing am PoS: Es liegt was in der Luft

Die Geschmäcker sind verschieden

Bei den Vorlieben für bestimmte Duftrichtungen gibt es regionale und kulturelle Unterschiede. So sind in Deutschland laut Petersen eher dezente Düfte beliebt, während im arabischen Raum kräftigere Aromen bevorzugt werden. „Hierzulande werden vor allem Düfte, die man mit der Natur verbindet, bevorzugt“, berichtet Müller-Grünow. „Ein Zitronenaroma wiederum erinnert Menschen an Putzmittel und wirkt billig und kaum attraktiv.“
Doch wie kommt der Duft in den Laden? Viele Händler behelfen sich hier mit Duftspendern oder Kartuschen mit Duftstäbchen. „Das ist sicherlich besser als nichts, aber damit lässt sich der Duft nur schwer steuern und dosieren“, so Müller-Grünow. Professionelle Duftsysteme speisen den Duft über die Klimaanlage oder Standalone-Geräte ein.
Häufig werden die Services im Abo angeboten. Bei Scent Flair beispielsweise kostet ein Paket zwischen 70 und 250 Euro pro Monat, abhängig vom Duft und den Leistungen. Scentcommunication wiederum bietet mit dem Scent­cube eine Einstiegslösung an, der Würfel wird einfach in eine Steckdose gesteckt und über die integrierte Kartusche verströmt der Duft. Die Kosten: Der Würfel schlägt mit 99 Euro zu Buche, eine Kartusche kostet 29 Euro und hält ein bis zwei Monate.
Sicher, ein Schnäppchen ist Duftmarketing nicht – zumindest wenn es professionell betrieben wird. Lohnen kann sich ein Versuch aber allemal. Und am Ende sollte die Frage doch noch beantwortet werden, wie Samsung riecht: Der Duft enthält laut Müller-Grünow Referenzen zu weltweit genutzten Herrenparfüms, er duftet technisch, etwas metallisch und in Farben ausgedrückt weiss-blau.



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