PwC-Studie 10.09.2019, 15:21 Uhr

Skepsis vor Digitalisierung hängt vom Bildungsniveau ab

Ob die Digitalisierung und Automatisierung positiv oder negativ bewertet werden, hängt stark vom Bildungsniveau der Menschen sowie der Bereitschaft zur Weiterbildung ab. Es ist auch Aufgabe der Firmen, Mitarbeiter durch individuelles Lernen zu unterstützen.
(Quelle: shutterstock.com/everything possible)
Über die Hälfte der Arbeitnehmer weltweit (53 Prozent) gehen laut einer Studie davon aus, dass Automatisierung in den kommenden zehn Jahren einen deutlichen Einfluss auf ihren Arbeitsplatz haben wird - oder ihn sogar gefährdet. In Deutschland sind es 57 Prozent. Ob dies positiv oder negativ bewertet wird, hänge dabei stark vom Bildungsniveau der Menschen sowie der Bereitschaft zur Weiterbildung ab, betonte das Beratungshaus PwC bei Veröffentlichung der Studie.
"Unsere Welt ist hochkomplex. Tendenz steigend", sagte Ulrich Störk, Deutschland-Chef von PwC. Veränderungen stünden auf der Tagesordnung. "Deshalb ist es so wichtig, nicht mit Furcht oder Skepsis, sondern positiver Neugierde Veränderungen und Innovationen zu begegnen sowie mitzugestalten." Im Vergleich zu den USA oder Asien laufe Deutschland sonst Gefahr, den Anschluss zu verlieren.

Gut gerüstet für neue Technologien

In Deutschland fühlen sich der Studie zufolge 54 Prozent der Erwachsenen für den Einsatz neuer Technologien gut gerüstet. 81 Prozent der Arbeitnehmer würden demnach die Gelegenheit zur Weiterbildung nutzen, wenn der Arbeitgeber ihnen die Möglichkeit böte. 69 Prozent geben an, dass ihr Arbeitgeber ihnen die Möglichkeit gewährt, ausserhalb der Arbeitszeiten ihre digitalen Fähigkeiten zu verbessern.
Es sei auch die Aufgabe der Unternehmen, ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter durch individuelles Lernen zu unterstützen, sagte Störk. "So können wir Deutschland gemeinsam fit für die digitale Zukunft machen."



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