Fahrsicherheit 16.04.2019, 12:32 Uhr

Volvo setzt auf cloudbasierte Sicherheitslösungen

Volvo stattet seine Fahrzeuge ab sofort serienmässig mit zwei neuen Cloudlösungen aus, um die Fahrsicherheit zu erhöhen. Über die Systeme tauschen Automobile selbstständig Informationen zu möglichen Gefahren in Echtzeit aus.
(Quelle: Volvo )
Neue Fahrzeuge des schwedischen Autobauers Volvo sind ab Modelljahr 2020 in ganz Europa mit zwei neuen Sicherheitssystemen ausgestattet. Über die Tools aus der Cloud tauschen die Automobile des Herstellers automatisch Informationen zu möglichen Gefahrenstellen miteinander aus und benachrichtigen den Fahrer. Fahrzeuge ab 2016 lassen sich mit den Systemen nachrüsten.
Die Features tragen die Namen Hazard Light Alert (Warnblinklicht-Alarm) und Slippery Road Alert (Warnung vor rutschigen Strassen). Wie schon aus den Bezeichnungen hervorgeht,  melden die Systeme, wenn ein verbundener Volvo-Fahrer das Warnblinklicht aktiviert oder das Fahrzeug schlechte Witterungsbedingungen feststellt.
Für den Slippery Road Alert sammelt das System mit Hilfe der Lenk-, Brems- und Beschleunigungssensoren der verbundenen Fahrzeuge Daten über die Strassenbeschaffenheit und den Reibwert des Belags. Anschliessend übermittelt das Cloud Tool diese Informationen zum Strassenzustand anonymisiert an alle Volvo Modelle in dem betroffenen Bereich. Beim Warnblinklicht-Alarm werden ebenfalls alle in der Nähe befindlichen Fahrzeuge alarmiert, um auf die mögliche Gefahrenstelle hinzuweisen.
Beide Systeme geben dem Fahrer eine optische und akustische Warnungmeldung aus.

Freie Datenbank für mehr Fahrsicherheit

Die neuen Cloudsysteme sind bereits seit 2016 in verschiedenen Modellen in Schweden und Norwegen aktiv. Darüber hinaus wird der automatisierte Datenaustausch auch bei der Nutzfahrzeugsparte Volvo Trucks eingesetzt.
Um den Datenpool und damit auch die Zuverlässigkeit der Lösungen zu verbessern, laden die Schweden auch andere Hersteller dazu ein, sich der Plattform zum Datenaustausch anzuschliessen. Die Datenbank zur Sicherheitsforschung ist frei zugänglich.



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