UBS lanciert Portemonnaie fürs Auto

Mit Blockchain ins Portemonnaie

Das eWallet basiert auf der Blockchain-Technologie, was der Grund ist, warum die UBS am Projekt beteiligt ist. Seit längerem forscht die Bank an der Technologie, die irgendwann die Zukunft der Finanzmärkte sein soll. Mittels Blockchains können Transaktionen deutlich verkürzt werden. Von 96 Stunden auf 0,1 Sekunden, sagt eine Studie. Dies bei um viermal tieferen Kosten pro Transaktion.

Das eWallet soll sich diese Technologie zu Nutze machen und garantieren, dass das Leben von Elektro-Auto-Fahrern vereinfacht wird: Sobald die ins Auto integrierte Geldbörse eine Verbindung zu einer Ladestation hergestellt hat, werden die Fahrzeugbatterien geladen und die Gebühren automatisch abgerechnet. Wer zudem auf gebührenpflichtigen Strassen unterwegs ist, soll sich nicht mehr in die Schlange stellen müssen, sondern einfach durch die Kontrolle fahren und das eWallet die Abrechnung durchführen lassen.

Künftig ist geplant, das digitale Portemonnaie dafür auszulegen, auch Zahlungen entgegenzunehmen und Zugänge zum Fahrzeug für Dritte freizuschalten. Anstatt nutzlos auf dem Parkplatz zu stehen, sollen Autos mit der elektronischen Gelbörse beispielsweise Car-Sharing-Portalen zur Verfügung gestellt werden und Gebühren von Mietern auf Zeit entgegennehmen.

Denkbar sollen auch andere Anwendungen sein: Der Car eWallet-Nutzer soll etwa den Kofferraum seines parkenden Fahrzeugs öffnen lassen, wenn ein definierter Authentifizierungscode – etwa auf einem Paket – eingescannt wird. So sollen sichere Paketlieferungen direkt ins Fahrzeug möglich sein.

Nebst dem Sprung ins Automobilgeschäft hat sich die UBS in letzter Zeit auch für andere Bereiche geöffnet, die mit Banking relativ wenig zu tun haben: Letztes Jahr lancierte die Grossbank in Zusammenarbeit mit DSwiss «UBS Safe», eine Art sichere Dropbox. Mit Swisscom habe die Bank man zudem einen Blockchain-basierten Prototypen für ein Loyalty-Programm entwickelt, schreibt «finews.ch». Das Projekt soll aber bereits eingestellt worden sein.




Das könnte Sie auch interessieren