Wall Street 31.07.2018, 10:17 Uhr

Miese Stimmung für Technologiebranche belastet Börse

Unternehmen wie Microsoft, Netflix oder Facebook belasten derzeit die Wall Street. Technologieaktien stehen auf den Verkaufslisten ganz oben.
(Quelle: shutterstock.com/Anastasios71)
Ein optimistischerer Geschäftsausblick von Caterpillar hat die Wall Street am Montag nur im frühen Handel gestützt. Die Resultate des weltgrössten Herstellers von Baumaschinen gelten als Gradmesser für die Wirtschaft. Rasch griff dann aber die fortgesetzt negative Stimmung in der Technologiebranche auch auf den Dow Jones Industrial über. Rund zwei Stunden vor Handelsschluss gab der US-Leitindex um 0,25 Prozent auf 25 388,21 Punkte nach.
Der den breiten Markt widerspiegelnde Index S&P 500 büsste 0,35 Prozent auf 2.808,91 Punkte ein. Um 1,20 Prozent auf 7209,39 Punkte gab der technologielastige Nasdaq-Auswahlindex 100 nach.
Caterpillar hatte im abgelaufenen Quartal die Gewinnerwartungen des Marktes geschlagen und sein Ergebnisziel je Aktie für das Gesamtjahr angehoben. Die globalen Handelskonflikte, die die Anleger zuletzt gesorgt und auf den Kurs gedrückt hatten, waren der Nachfrage der Kunden offenbar nicht abträglich gewesen. Im Dow profitieren die Caterpillar-Aktien davon mit plus 0,5 Prozent.
Favorit im Index waren aber die Anteile von Chevron mit plus 1,3 Prozent. Sie profitierten wie auch die im S&P 100 gelisteten Aktien von ConocoPhillips, die um 1,6 Prozent zulegten, vom wieder deutlich steigenden Ölpreis. ExxonMobil litten indes mit minus 0,4 Prozent unter negativen Analystenkommentaren. Goldman Sachs und JPMorgan hatten ihr Kursziel für die Exxon-Papiere nach den am Freitag vorgelegten schwächer als erwartet ausgefallenen Quartalszahlen gekappt.

Technologieaktien stehen auf Verkaufslisten ganz oben

Die Titel des Kreditkartenunternehmens American Express zählten mit minus 2,4 Prozent indes zu den grössten Verlierern. Wie das "Wall Street Journal" unter Verweis aus informierte Quellen berichtet hatte, hat das Unternehmen seit mindestens 2004 zur Ankurbelung seiner Umsätze und Mitarbeiterprovisionen die Währungsumrechnungskurse für Geschäftskunden angehoben, ohne dies entsprechend mitzuteilen. Das belastete letztlich auch den Wettbewerber Visa. In Sippenhaft genommen büsste das Visa-Papier als Dow-Schlusslicht rund 3 Prozent ein.
Auf den Verkaufslisten ganz oben standen zudem weiterhin Technologieaktien. Im Dow gaben Microsoft um 1,8 Prozent nach. Zu den Schlusslichtern im Nasdaq 100 zählten Netflix mit minus 5,0 Prozent, Facebook mit minus 3,9 Prozent und Amazon mit minus 1,8 Prozent. Twitter büssten an der Nyse 7,6 Prozent ein. In der vergangenen Woche hatten gesunkene Nutzerzahlen beim Tech-Schwergewicht Facebook sowie beim Kurznachrichtendienst bereits die gesamte Branche belastet.
Um 0,5 Prozent gaben die Anteile von Apple nach. Der iPhone-Konzern wird am Dienstag seine Quartalsbilanz vorlegen. Sollte Apple punkten können, könnte der Börsenwert des Unternehmens die Marke von einer Billion US-Dollar überwinden. Aktuell bringt es Apple bei einem Kurs von 190 US-Dollar auf eine Marktkapitalisierung von rund 935 Milliarden US-Dollar.




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