Bitkom 18.03.2020, 07:15 Uhr

Kontaktloses Bezahlen wenn nötig auch gesetzlich erzwingen

Angesichts der Ansteckungsgefahr von Beschäftigten im Einzelhandel soll in allen Geschäften das kontaktlose Bezahlen ermöglicht werden, so der Bitkom. Notfalls auch mit einer gesetzlichen Vorgabe.
(Quelle: iZettle)
Der IT-Branchenverband Bitkom hat sich angesichts der Ansteckungsgefahr von Beschäftigten im Einzelhandel und Kunden dafür ausgesprochen, in allen Geschäften das kontaktlose Bezahlen zu ermöglichen. Man setzte sich bereits seit längerem dafür ein, dass es überall dort, wo es Bezahlvorgänge gibt, mindestens eine elektronische Bezahlmöglichkeit geben muss, sagte Bitkom-Hauptgeschäftsführer Bernhard Rohleder. "Dies sollten wir jetzt konsequent umsetzen - wenn nötig auch mit einer gesetzlichen Vorgabe", sagte er.
Kontaktloses Bezahlen mit Smartphone oder Smartwatch sei heute in sehr vielen Geschäften, Tankstellen und Verkaufsstellen problemlos möglich, betonte der Verband. Dabei müsse der Kunde nur sein Gerät berühren, der Verkäufer komme damit überhaupt nicht in Kontakt. "Das sorgt auf jeden Fall für zusätzliche Sicherheit und reduziert eventuelle Infektionsrisiken."

Kugelschreiber dabei haben

Kontaktloses Bezahlen per Debit- oder Kreditkarte könne bei Beträgen bis 25 Euro ebenfalls kontaktlos stattfinden. Bei höheren Beträgen müsse der Kunde sich allerdings authentifizieren, was durch die PIN-Eingabe auf dem Gerät an der Kasse oder per Unterschrift stattfinden müsse.
"Dadurch entfällt dieser Vorteil. In solchen Fällen sollte man zumindest immer einen eigenen Kugelschreiber dabei haben, mit dem man eine erforderliche Unterschrift leisten kann", empfiehlt der Verband.



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