Im Auge des Tigers: Smartwatch im Test

Simples Menü, gut strukturiert

Das Menü der Uhr ist sehr simpel aufgebaut und erinnert ein wenig an das von Nokia-Klassikern wie dem 3210. Mit wenigen Wisch- und Touch-Bewegungen ist man bei der gewünschten Funktion angekommen, die Krone spielt im Gegensatz zu anderen Smartwatches bei unserem Testgerät jedoch keine Rolle bei der Bedienung.
An Features steht neben der Benachrichtigung über eingehende Messages auch der mittlerweile fast obligatorische optische Pulsmesser parat. Dieser lieferte auch dann ein gutes Ergebnis, wenn die Uhr nicht zu hundert Prozent auf dem Handgelenk auflag. Das kann man von etlichen anderen Uhren und Fitness-Armbändern nicht behaupten, manche Modelle muss man sehr stramm am Arm tragen, damit der Sensor zuverlässig arbeitet.
iPhone-Nutzer sollten sich die Anschaffung jedoch gut überlegen, denn beim Apple-Phone wird der beliebte WhatsApp-Messenger bislang nicht unterstützt. Aber auch Android-Fans sollten sich bewusst sein, dass sie den Funktionsumfang von Android-Wear-Uhren nicht erwarten dürfen, denn der Hersteller setzt auf ein proprietäres Betriebssystem. Und hierin ist auch ein wesentlicher Nachteil zu sehen, denn aus diesem Grund sieht es mit Erweiterungen wie zusätzlichen Apps oder einfach anderen Zifferblättern schlecht aus.
Die meisten User dürften aber mit dem Gebotenen zufrieden sein, denn neben diversen Fitness-Features wie Schrittzähler, Stoppuhr, Schlafanalyse etc. gibt es auch praktische Alltagshelfer wie einen integrierten Freisprecher (mit guter Sprachqualität), einen Fernauslöser für die Smartphone-Kamera inklusive Übertragung des Live-Bilds an die Uhr sowie einen gut spürbaren Vibrationsalarm.
Die App ist im Gegensatz zur Uhr optisch weniger ansprechend und eher nüchtern gehalten, dafür findet man sich hier ebenso schnell zurecht wie im Menü der Smartwatch. Social-Media-Fans könnten zudem die fehlende Integration von Portalen wie Runtastic, Endomondo und Konsorten kritisieren, bei der Tiger Smartwatch bleibt man mitsamt seinen Daten im eigenen Universum.
Insgesamt hat uns das Debüt von Dasq trotz einiger Kritikpunkte gut gefallen, die Uhr ist auch dank des 300-mAh-Akkus ein schöner Alltagshelfer, der bis zu zwei Tage bei normaler Nutzung durchhält. Weniger positiv ist das proprietäre Betriebssystem, zudem muss die Tiger Smartwatch bei einem Preis von 149 Franken durchaus die Konkurrenz von Herstellern wie etwa Asus fürchten, die mit ähnlich günstigen Geräten den uneingeschränkten Zugang zur Android-Welt bieten.




Das könnte Sie auch interessieren