Casio WSD-F20A: Outdoor-Smartwatch für Bergsteiger im Test

Tolle Kartendarstellung auf der WSD-F20A

Tolle Kartendarstellung auf der WSD-F20A
Gut gefallen hat uns die Darstellung des Kartenmaterials auf der Uhr, so kann man auch komplett ohne Smartphone unterwegs navigieren oder eine Route im Gebirge finden. Der Download der Karten ist allerdings etwas umständlich, hier hätten wir uns über mehr Nutzerfreundlichkeit gefreut. Zumindest geht dieser, wie auch Software-Updates, dank integriertem WLAN rasch. Die Bedienung ist aber insgesamt vorbildlich, der Touchscreen reagiert sehr gut und erlaubt präzise Eingaben.  
Die Helligkeit regelt sich leider nicht automatisch, für den Outdoor-Trip sollte man sie besser auf die höchste Stufe stellen, ansonsten ist kaum etwas ablesbar. Sofern man das Display nicht die ganze Zeit angeschaltet hat, reicht eine Akkuladung auch für einen Tagesausflug. Hier hilft die Gestenerkennung, wenn man das Handgelenk dreht, geht das Display an. Ansonsten ist nur die Uhrzeit ablesbar, und zwar auf dem Monochrom-LCD, das ebenfalls verbaut ist. 
So soll wertvolle Akku-Power gespart werden, allerdings schafft die Uhr trotzdem nur maximal 1,5 Tage. Schuld ist das neben dem verbauten Prozessor auch das Android-Betriebssystem, das für die Kommunikation mit dem Smartphone zuständig ist. Während Uhren von Garmin dank des proprietären OS mehrere Tage durchhalten - selbst bei häufiger Nutzung des GPS - sind der Casio WSD-F20A hier enge Grenzen gesetzt. 
Vielleicht haben die Entwickler auch deshalb auf einen Pulsmesser verzichtet, den sucht man leider vergebens. So ist die Uhr zwar ein potenter Begleiter auf Bergtouren, für Läufer allerdings keine gute Wahl. Denn auch wenn das GPS sehr präzise aufzeichnet - ohne Pulswerte ist ein ambitioniertes Training nicht möglich.
Insgesamt hat uns die Casio WSD-F20A dennoch gut gefallen, wer eine smarte Outdoor-Uhr mit markanter Optik und hoher Widerstandsfähigkeit sucht, ist bei der Casio gut aufgehoben. Negativ ankreiden muss man dagegen die fehlende Pulsmessung und den Akku, wobei dies in erster Linie auf die ältere CPU und Wear OS zurückzuführen ist. Der Preis von 399 Euro ist in Anbetracht der erwähnten Mankos etwas hoch. 



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