Das Samsung Galaxy S10+ im Test

Das Beste am ganzen Gerät

Ohne spoilern oder die zahlreichen anderen Features schlecht machen zu wollen: Der Screen des S10+ ist, mit Verlaub, der «füdliblutte» Wahnsinn. Beim 6,4-Zoll-Display kommt eine optimierte Technologie, das sogenannte «Dynamic AMOLED+», zum Einsatz und weist eine Quad-HD+-Auflösung auf – heisst in Zahlen 3040×1440 Pixel. Allerdings Obacht: Per default sieht man nur 2280×1080 Pixel, für die volle Strahlkraft bedarf es eines Ausfluges in die Systemoptionen. Ob der Unterschied jedoch von blossem Auge sichtbar ist, darüber scheiden sich die Geister. Ein eindeutiger Unterschied ist jedoch in punkto Akkus feststellbar. Die Auflösung steigt nämlich umgekehrt proportional zur Ausdauer der Batterie (die Formulierung dient nur der Bildsprache, tatsächlich lassen sich optische Masseinheiten nicht mit Elektrotechnischen verrechnen). Die Sättigung und der Leuchtgrad der Farben lassen sich ebenfalls in den Optionen einstellen und bewegen sich jenseits von dem uns bisher Bekannten. Schlicht unglaublich schön anzusehen. Das Galaxy 10+ ist zudem HDR10+-zertifiziert, was die Video-Enthusiasten freuen dürfte.
Die Plus-Version verfügt über 2 Front-Cams
(Quelle: Samsung)
Wie auch schon die Vorgänger-Modelle läuft auf dem Galaxy S10+ Android 9 und One UI 1.1. Die Oberfläche hat Fortschritte gemacht. Sie ist übersichtlich, das Quicklaunch-Menü kann auf bis zu zwei Drittel des Bildschirmes nach unten gezogen und teilweise individualisiert werden. Geschmacksache sind die grossen, runden App-Icons.

Der Akku ist sehr gut – ja, sehr gut

Speicherseitig gibt es mehrere Ausführungen des S10+, unsere enthält 128 GB – aber auch Versionen mit 512 oder gar 1000 GB Speicher existieren. Darüber hinaus wahlweise 8 Gigabyte RAM (wie bei uns) oder 12 GB RAM. Betrieben wird das Ganze hierzulande von einem Exynos 8920 Prozessor (Achtkern). In Gewissen anderen Ländern (ausserhalb Europas) ist ein Snapdragon 855 verbaut. Gründe für diese unterschiedlichen CPUs dürften lizenzrechtlicher Natur sein. Der Akku wartet derweil mit 4100 Milliampère auf, dessen Durchhaltedauer je nach Screensettings recht stark variiert. Gesichert ist aber: Auch für Ultra-Heavy-User ist ein sorgenfreier Tag gewährleistet. 10 Stunden Dauerbetrieb steckt das Galaxy S10+ weg. Das ist recht gut, allerdings nicht ultraspektakulär und vielleicht eine der wenigen «Schwächen» des Galaxy S10+. Branchenleader ist Samsung in dieser Kategorie aber nicht. Auch das Aufladen geht schnell – auf dem Display wird stets die noch benötigte Dauer für einen vollen Akku verkündet. Fast Charging ist aber auch hier nicht ganz so fast wie beim chinesischen Mitbewerber. Dafür ist die Hitzeentwicklung nicht so misstrauenserweckend hoch.
Die Rückseite spendet anderen Geräten Power
(Quelle: fb / NMGZ)
Apropos Laden: Ähnlich dem Huawei Mate 20 Pro wurde nun auch eine Reverse-Charging-Funktion verbaut, bei Samsung heisst diese Power Share, die es dem Phone erlaubt, anderen, kabellos ladbaren Devices etwas Saft abzutreten. Dies funktioniert nicht nur mit Smartphones, sondern zum Beispiel auch mit kabellos ladbaren True-Wireless-Kopfhörern, wie den Galaxy Buds, die den Vorbestellern des S10 beigelegt wurden. Ebenfalls ein nettes Goodie: Neu wird LTE Cat 2.0 unterstützt.

Die Preise, die Farben

Ab heute ist die S10-Familie erhältlich – Samsung spricht folgende Preisempfehlungen aus:
  • Galaxy S10e: 779 Franken (Canary Yellow, Prism White, Green, Black, Blue)
  • Galaxy S10 (128 GB): 929 Franken (Prism Black, White, Green, Blue)
  • Galaxy S10 (512 GB): 1179 Franken (Prism Black, White)
  • Testgerät: Galaxy S10+ (128 GB): 1029 Franken (Prism Black, White, Green, Blue)
  •  Galaxy S10+ (512 GB): 1279 Franken (Ceramic Black, Ceramic White)
  • Galaxy S10+ (1 TB): 1629 Franken (Ceramic Black, Ceramic White) 

Fazit

Das Galaxy S10+ ist klar «State of the Art». Im Gesamtpaket schlicht nicht zu schlagen. Das Display stellt den Höhepunkt dar. Ansonsten gilt: Die konsequente Weiterentwicklung ohnehin starker Features sowie ordentlich «krasser» Hardware überzeugt in diesem Gerät. Die schlanke Glas- respektive Keramikrückseite gefällt zudem auch haptisch. «Schwächen» wären die lediglich «ordentliche» Akkulaufzeit sowie der (wenn auch geringe) Detailverlust bei der Software-basierten Nachkorrektur der Fotos. An der Top-Wertung ändert dies aber nichts.



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