Dreier-Test Einsteiger-Smartphones: Wileyfox, Switel und Archos

Probleme bei der Switel-Kamera

Das Switel hat mit seiner 8-Megapixel-Hauptkamera vor allem Probleme, bei schon leicht schlechteren Lichtverhältnissen zu fokussieren, die Bilder werden zu schnell unscharf. Der recht helle LED-Blitz hilft zumindest im Nahbereich ein wenig. Die 5-Megapixel-Frontcam hat gerade einmal Schnappschuss-Niveau.
Die höchste Auflösung bietet das Archos mit immerhin 16 Megapixeln.
Was die Schärfe und die Lichtverwertung betrifft, liegt diese Kamera auch deutlich vor der Konkurrenz. Lediglich der Autofokus ist manchmal zu langsam und stellt nicht rechtzeitig scharf. Gefallen können aber die vielen manuellen Einstellungen. Die Franzosen verweisen mit dem Modellzusatz „Selfie“ bereits auf eine starke Frontcam, wobei Wileyfox mit 8,0 Megapixeln eine gleich hohe Auflösung bieten kann und qualitativ ähnliche Selbstporträts schiesst. Doch beim Franzosen lässt sich zudem noch wie beim iPhone der Bildschirm durch ein kurzes Aufleuchten als Blitz einsetzen. 
Die Bedienung unterscheidet sich bei dem Trio ebenfalls. Am weitesten weicht Wileyfox von Android 6.0 ab, indem die Cyanogen-Benutzeroberfläche in der Version 13 aufgespielt wird. Diese hat nicht nur optische Eigenheiten wie einen Kreis statt der üblichen Batterie als Ladeanzeige oder sehr bunte Themen, sondern vor allem als positives Element eine starke Individualisierbarkeit der Bedienelemente. Archos und Switel bieten dagegen „An­droid pur“, was auch viele Anwender schätzen dürften.
Fazit: Zwei der drei Verfolger sind leider nicht unbedingt zu empfehlen. Das Switel ist für 199 Euro zu langsam und zeigt Schwächen bei der Kamera. Das Wileyfox hat ebenfalls ein Tempo- und Speicherproblem, ist aber zumindest günstiger. Das Archos zeigt dagegen kaum Schwächen und ist in der 5,5-Zoll-Klasse für diesen Preis eine echte Alternative.



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