Monitor 16.07.2019, 14:06 Uhr

Test: Medion Erazer X52424

Ein zahlbarer Einstieg in den E-Sport.
Das Display ist der Hauptakteur beim Erazer X52424
(Quelle: Medion)
Medion lanciert neue Gaming-Monitore für verschiedene Anwender. Das erste Modell heisst Erazer X52424 und richtet sich vor allem an kompetitive Spieler. 24 Zoll und eine maximale Auflösung von FHD (1920 × 1080) sind typische E-Sport-Spezifikationen und werden von praktisch allen Profispielern so verwendet. Dazu kommen akkurate Farben, viel Tempo und eine solide Ergonomie. Das alles zu einem bezahlbaren Preis.

Äusseres

Für einen Gaming-Monitor ist der Erazer X52424 relativ unauffällig gehalten. Es dominieren grösstenteils schwarze Flächen mit kleineren blauen Verzierungen. Der Standfuss ist in einem edlen, gebürsteten Aluminium-Look gehalten, mit einem blauen Streifen am Rand, um die Gaming-Herkunft nicht zu vergessen. Ähnliches gilt auf der Rückseite: Durch die Mitte des Rückens zieht sich ein gebürstetes Alu-Band über den Monitor, das mit einem blauen Band an der Oberseite verziert ist. Der Rest des Bildschirms ist im üblichen schwarzen Mattplastik gehalten. So auch auf der Vorderseite, wo Medion etwa durchschnittlich schmale Ränder verwendet. Am unteren Rand befindet sich ein unauffälliges «Erazer»-Logo in Blau sowie die Beschriftungen für das On-Screen-Display und die Ein-/Ausschalttaste. Eine kleine, blaue LED zeigt an, ob der Bildschirm eingeschaltet ist oder nicht.
Schlichtes Design ist bei Gaming-Hardware schon ein wenig erfrischend
Quelle: Medion
Display
Eine grosse Überraschung ist das Display des Erazer X52424. Bei einem Gaming-Monitor im dreistelligen Frankenbereich erwartet man üblicherweise nicht allzu viel in Sachen Farbreinheit und Co. Der X52424 liefert aber ab Fabrik ein erstaunlich akkurates Bild. Farblich besteht praktisch kein Unterschied zwischen vor und nach der Kalibrierung mit unserem Spyder-Elite-Messgerät. Lediglich die Helligkeit des Monitors war deutlich zu hoch, was bei Gaming-Monitoren jedoch völlig normal ist.
Bei der weiteren Analyse fällt dann auch schnell auf, warum das Display bereits standardmässig gut aussah: Das Panel des X52424 ist grundsolide. Über die ganzen 24 Zoll weicht keine Farbe mehr als 2,1 DeltaE vom Normalwert ab. Das ist ein guter Wert für einen teureren Grafikmonitor. Bei der Helligkeitshomogenität ist der Erazer leicht schwächer, mit einer maximalen Abweichung von 12 Prozent aber noch immer gut. Innerhalb der eigenen Preiskategorie ist der X52424 nur schwer zu schlagen.
Überraschenderweise liefert der X52424 eine erstaunlich hohe Farbhomogenität für einen Gaming-Monitor
Quelle: Screenshot / PCtipp
Als Grafikermonitor taugt der X52424 allerdings nicht. Dafür ist die Gammakurve des Monitors zu ungenau. Aber: Der X52424 ist schliesslich ein Gaming-Monitor. Dort machen angepasste Gammakurven stellenweise sogar Sinn. Beispielsweise können so dunkle Bereiche aufgehellt werden, was für kompetitive Spieler ein Vorteil sein kann.
Der statische Kontrast des X52424 wird mit 1000:1 angegeben. Im Test schaffte der Monitor durchschnittlich 510:1. Für einen Monitor dieser Preisklasse eine übliche Abweichung. So auch die angegebene maximale Helligkeit von 400 cd/m2. Der X52424 erreicht in der Praxis 355 cd/m2. Die Reaktionszeit variiert leicht je nach Modus. Standardmässig schafft das Medion-Display 5 ms Grau zu Grau. Im Overdrive-Modus kann die Reaktionszeit jedoch auf 1 ms gedrückt werden, auf Kosten der Bildqualität.
Besonders wichtig für kompetitive Gamer ist die Bildwiederholrate. Der X52424 liefert satte 240 Hz. Dazu ist der Monitor FreeSync-fähig. Damit lässt sich die Bildwiederholrate des Monitors an die FPS des jeweiligen Games angleichen. Dazu gleich noch die Erinnerung: Ein 240-Hz-Monitor bringt nur dann etwas, wenn der PC auch hohe FPS im gewünschten Game hinkriegt. 240 Hz mit 30 FPS ist genauso rucklig wie 30 Hz mit 30 FPS. Bei FHD-Auflösungen ist das aber für die meisten modernen Gaming-PCs machbar.


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