Premium-Büromaus 05.09.2019, 10:00 Uhr

Test: Logitech MX Master 3

Die nächste Generation von Logitechs Premium-Büromaus kommt mit einem neu gestalteten Körper und einem cleveren Magneten.
Die MX Master 3 ist ein wenig schmaler als ihre Vorgänger
(Quelle: Logitech )
Das erste Mal seit dem Release der ursprünglichen MX Master verändert Logitech grössere Elemente an der Maus. Die MX Master 3 ist vorne ein wenig schmaler als ihre Vorgänger und verfügt über ein neues Scrollrad sowie eine bessere Trennung von Seitentasten und seitlichem Scrollrad. Aber der Reihe nach: Optisch ist die MX Master 3 noch klar als Nachfahre der ersten MX Master erkennbar. Die Maus ist noch immer ergonomisch geformt, mit einer breiten Daumenablage und einem hohen, sogar noch etwas höheren Rücken. Allerdings ist die Front schmaler geworden und verläuft neu schräg nach rechts, statt schaufelförmig. Das lässt die MX Master 3 insgesamt etwas schlanker erscheinen. Mit 141 Gramm ist die Maus aber dennoch eher ein Schwergewicht, besonders, wenn man sich sonst kabelgebundene Mäuse gewöhnt ist.
Neben dem Profil hat Logitech an diversen Orten auf Basis von Nutzerfeedback nachgebessert. Da wäre zum Beispiel das neue Seitenpanel. Die vorhergehenden MX-Master-Modelle platzierten den Vor- und Zurück-Knopf als Dreiecke übereinander. Das sah zwar toll aus, war aber nicht wirklich praktisch. Bei der MX Master 3 verbaut Logitech zwei simple längliche Tasten, voneinander getrennt und so leicht auch blind zu finden. Entsprechend musste das seitliche Scrollrad verschoben werden. Es thront neu direkt über den Seitentasten und ist ein gutes Stück länger. Das Rad ist zwar an sich besser, aber durch die neue Position auch schwieriger zu erreichen. Gleich hinter dem seitlichen Scrollrad befindet sich neu die Batterie-LED. Eine deutlich bessere Position als bei den bisherigen Modellen, bei denen die LED meistens vom Daumen verdeckt war. Zudem hat Logitech dem Gestenknopf einen kleinen Nippel verpasst, da viele Nutzer den Knopf bei den älteren Modellen schlicht nicht bemerkt haben. Mit diesem Daumenknopf lassen sich diverse Betriebssystem-Funktionen mittels Gesten steuern.
Die grösste technologische Neuerung bei der MX Master 3 betrifft aber das Scrollrad. Dieses wurde komplett überarbeitet, auch wenn man das auf den ersten Blick nicht sofort sieht. Äusserlich bemerkt man hauptsächlich, dass die Rillen auf dem Rad nicht mehr gummiert, sondern aus dem gleichen Material wie das Rad selbst sind. Im Inneren hat Logitech aber ganze Arbeit geleistet. Das bisherige Scrollrad verwendete eine mechanische Konstruktion, welche bei langsamem Drehen für den Klick mit Widerstand sorgte. Ab einem gewissen Drehmoment wurde diese physische Konstruktion ausgehebelt. Bei der MX Master 3 verwendet Logitech ein magnetisches System. Dabei sind zwei Magnete an der Basis des Rades befestigt, welche die Zacken des Rades anziehen und somit Widerstand erzeugen. Per Knopfdruck, oder automatisch per Drehzahl, wird einer der Magnete umgepolt und der Widerstand verschwindet.
Das seitliche Scrollrad ist länger geworden und sitzt höher
Quelle: Logitech
Das Resultat: Das Scrollrad der MX Master 3 ist nahezu lautlos. Sogar im klickenden Modus hört man nur sehr wenig vom Rad. Auch das Anhalten eines schnell drehenden Rades geschieht deutlich leiser als zuvor. Der Widerstand des Scrollrades ist dabei etwa gleich wie bei den bisherigen MX-Master-Modellen. Das heisst: eher schwach. Wer lieber schwergängige Mausräder wie das der G502 mag, wird die MX Master 3 etwas feinfühlig finden. Besonders, da das magnetische Klicken per se schon ein wenig feiner wirkt als die mechanische Konstruktion.
Auch sonst kann sich die MX Master 3 als Maus nicht viel ankreiden lassen. Sie trackt zuverlässig und präzise über praktisch jede Tischoberfläche und funktioniert sogar auf Glas. Die leicht kleineren Gleitpads fallen dabei nicht besonders auf. Durchhalten soll die MX Master 3 etwas über zwei Monate, und da die Maus per USB-C geladen wird, ist sie auch rasch wieder voll.


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