VOC-Messung 06.11.2018, 15:44 Uhr

Luftsensor für die Hosentasche: Atmotube im Test

Zugegeben, der Begriff „Luftverschmutzungsmonitor“ ist recht unsexy, dennoch soll das kleine Gerät namens Atmotube einen durchaus praktischen Zweck erfüllen – den Nutzer auf schlechte Luftqualität hinweisen. Wir haben das durch Indiegogo finanzierte Gadget getestet.
(Quelle: Atmotube)
Luftsensoren gibt es schon eine ganze Weile, Withings beispielsweise hat einen solchen Sensor in seine Smart-Home-Kamera eingebaut, wo er sehr zuverlässig vor verschmutzter oder verbrauchter Luft warnt. Im Gegensatz zur Withings-Kamera kann man das kleine Gerät namens Atmotube aber mitnehmen, die Grösse ist etwa vergleichbar mit einem Labello. 
Der Akku reicht für rund vier Tage und kann mittels USB-C aufgeladen werden. Eine längere Akkulaufzeit wäre allerdings wünschenswert gewesen, da das Gerät aber kontinuierlich läuft, ist leider nicht mehr drin. Schade ist in diesem Zusammenhang, dass man in der an sich guten App nicht den Verlauf der Luftqualität einsehen kann, sondern nur die Messpunkte, die man durch den Druck auf den einzigen Hardware-Knopf am Gerät ausgelöst hat. Drückt man diesen, wird einem zumindest die aktuelle Luftqualität durch die Farbe der LED angezeigt. Blau steht für sehr gute Qualität, Grün ist noch gut, Orange schon kritisch und rot deutet auf starke Verschmutzung hin.
Doch was misst der Sensor überhaupt? VOC sind „volatile organic components“, also flüchtige organische Verbindungen. Das können Ausdünstungen von Möbeln ebenso sein wie Pilzsporen oder andere mikroskopisch kleine Partikel. Im Test reagierte der Sensor sehr gut auf Veränderungen, etwa wenn man im Bad ein Sprüh-Deo benutzt. Der Atmotube zeigte dann innerhalb weniger Sekunden eine deutlich schlechtere Luftqualität an. Auf Wunsch kann man sich auch bei einem bestimmten Level via Push-Message warnen lassen.
Praktisch sind auch der Feuchtigkeitssensor und das Thermometer. Beide zusammen zeigen in der App an, ob man sich in der sogenannten Wohlfühlzone befindet, oder ob beispielsweise die Luftfeuchtigkeit zu hoch oder die Temperatur zu niedrig ist. Die App hat zwar noch ein paar Übersetzungsfehler, ist aber gut strukturiert und für jeden verständlich. 
Am Ende hat uns das Gadget gut gefallen, auch wenn wir uns eine längere Akkulaufzeit und eine bessere Übersicht über den Verlauf der gemessenen Daten gewünscht hätten. Der Preis liegt aktuell bei 119 Euro.




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