Unter der Lupe 11.11.2015, 15:50 Uhr

iPhone 6s und 6s Plus im Test: Apple macht Druck

In den beiden neuen iPhone-6s-Modellen wagt Apple mit 3D Touch eine Innovation bei der Bedienung. Der Test zeigt, dass die weiteren Neuerungen weniger spektakulär sind.
iPhone 6s
iPhone 6s
Im längeren Einsatz:
Ein Gerätetest ist meist eine Momentaufnahme, wenn ein Produkt neu ist. Doch gewisse Stärken und Schwächen zeigen sich erst im längeren täglichen Einsatz. Wir haben das iPhone 6s Plus nun bereits einige Zeit und können folgendes Fazit ziehen.
An das geringfügig grössere Gerät und das höhere Gewicht gewöhnt man sich recht schnell. Ein wirklich nützliche Verbesserung zum Vorgängermodell ist die noch bessere Erkennung des Touch ID Sensor. Der Finderabdruck wird blizuschnell erkannt und dies aus allen möglichen Lagen. Die verbesserte Kamera bewährt sich vor allem beim Filmen. Dies auch dank dem Bildstabilisator beim Plus-Modell. Die beste Neuerung ist 3D Touch, wobei man am Anfang schon Zeit investieren muss, um es kennen und nutzen zu lernen. Hat der iPhone-Besitzer die Tricks jedoch begriffen und vergisst auch nicht 3D Touch einzusetzen, dann wird vieles vereinfacht und eine effizientere Nutzung ist möglich.
Erster Test
"Die einzige Sache, die sich geändert hat, ist alles“ – mit diesen unbescheidenen Worten stellte Apple-Chef Tim Cook das neue iPhone 6s vor. Eigentlich waren die S-Versionen der iPhones ja bisher eher Updates und keine gänzlich neuen Modelle, doch in diesem Fall sollte die Ankündigung auf viel neue Technik hinweisen.
Das ist auch nötig, denn rein äusserlich hat sich wenig getan: Das Metallgehäuse hat fast genau dieselben Dimensionen wie beim Vorgänger, lediglich eine Farbe ist dazugekommen: Das Rosa dürfte vor allem weibliche Käufer ansprechen, es gibt aber auch weiterhin die Varianten in Gold, Silber und Grau. Wie gewohnt wirken alle besonders hochwertig und extrem gut verarbeitet.
Das Plus-Modell ist allerdings sehr gross und mit seinen 192 Gramm ein Schwergewicht. Die 17 Gramm mehr als beim Vorgänger gehen offenbar auf das Konto eines neuen Aluminiums am Gehäuse, das stabiler sein soll – „Bendgate“ lässt grüssen.
Noch einmal nach oben gebogen hat Apple leider die Preise: Das 6s kostet in der günstigsten Version mit kleinem Display und 16 GB Speicher 759 Franken. Das getestete Spitzenmodell mit grossem Display und 128 GB schlägt mit satten 1119 Franken zu Buche.



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