31.07.2006, 00:00 Uhr

Opera 9 als Vorwarnung an Microsoft

Der aktuelle Webbrowser von Opera ist noch keine zwei Monate alt, ein Veröffentlichungstermin für die nächste Version ist noch nicht in Sicht, doch die Entwickler des Webbrowsers haben grosse Pläne für Opera 10. Mit der nächsten Browsergeneration wollen die Norweger Microsoft neuerlich User abjagen. Opera 10 soll sowohl für Desktopcomputer, Laptops und Handys als auch für Spielkonsolen einsatzbereit sein. Mit diesen Möglichkeiten und erweiterten Widget-Funktionen wollen die Entwickler aus Oslo dem nächsten Internet Explorer (IE 7), der im Herbst auf den Markt kommen soll, Paroli bieten. Mit der Version 9 von Opera wurden erstmals Widget-Funktionen in einen Webbrowser integriert. Mit diesen webbasierten HTML- und Javascript-Miniapplikationen lassen sich Anwendungen starten, ohne den Browser zu öffnen. Apple hat dieses System bei seinem Betriebssystem Mac OS X übernommen und auch Microsoft soll die kleinen Tools bei Windows Vista integrieren. Damit kann man auf dem Desktop Dateien via Bittorrent herunter laden, RSS-Feeds nutzen oder auf andere Online-Inhalte wie Nachrichten oder Börsenkurse zugreifen.  "Opera 9 war bloss der erste Warnschuss in Richtung Microsoft", sagt Thomas Ford, Publics Relations Manager von Opera gegenüber ZDNet UK. Obwohl in Oslo derzeit noch an den Fehlern des aktuellen Browsers gearbeitet wird, will Opera Microsoft auch durch verschärfte Sicherheitsmassnahmen Marktanteile abnehmen. "Wer sicher surfen will, kann entweder auf IE 7 warten oder Opera nutzen", so die Kampfansage von Ford. Seit der Veröffentlichung von Version 9 konnte Opera seine Userzahlen signifikant steigern. Insgesamt wurde Opera 9 seit der Veröffentlichung am 20. Juni rund 25 Millionen Mal herunter geladen. (ph/pte) http://www.opera.com


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