Zukunftsvision oder Nachzügler? 14.08.2020, 09:15 Uhr

Das neue Microsoft 365 im User-Experience-Check

Mit dem Redesign von Microsoft 365 versprechen die Redmonder einen Quantensprung in der User Experience. Aber was bleibt, wenn man die vollmundigen Versprechen ohne rosarote Brille anschaut? Wir wollten es genauer wissen.
(Quelle: Microsoft)
Der Artikel und das Promovideo über das Redesign von Microsoft 365 beschreiben dessen Vorzüge in allen Farben und wecken grosse Erwartungen. Microsoft hat sich damit zum Ziel gesetzt, die UX zu verbessern, den Fokus auf die Aufgaben zu legen und die User kognitiv zu entlasten. Viel auszuprobieren gibt es zwar noch nicht. Aber von all den angekündigten Neuerungen pickten wir uns dennoch drei neue Funktionalitäten heraus und nahmen diese etwas genauer unter die Lupe:

Funktionsübergreifendes Interface für Aufgaben-basiertes Arbeiten

Das neue fluide Interface verspricht ein Arbeiten, das sich an den Aufgaben der Mitarbeitenden und nicht an den Formaten wie Textverarbeitung, Tabellenkalkulation etc. orientiert. Das ist ein vielversprechendes Konzept, das es beispielsweise bei Atlassians Confluence oder Airtable bereits gibt.
Der Fluid-Frameworks-Ansatz soll Userinnen und Usern die anwendungsübergreifende Zusammenarbeit in Echtzeit ermöglichen
Quelle: Screenshot / Microsoft
Die Kollaborationsfunktionen – auch deren visuelle Umsetzung – erinnern stark an die GSuite von Google. Auch die Suche soll programmübergreifend und nahtlos ebenfalls mit dem Fluid-Frameworks-Ansatz verbunden werden. Dies ist keine bahnbrechende Erfindung, andere Anbieter setzen schon lange au diesen. Die verfügbare Version des fluiden Frameworks ist insgesamt allerdings noch zu unausgereift für einen Test auf Alltagstauglichkeit. Insbesondere würden wir gerne mit Usern testen, ob und wie die Task-Unterstützung wirklich funktioniert und ob sie gegenüber den bisherigen Programmen wesentliche Vorteile bietet. Ebenfalls wäre es spannend zu vergleichen, ob das neue Microsoft 365 bestehende Schwächen, die auch bei der GSuite nicht gelöst sind, beheben kann – beispielsweise umständliche Menüs oder die Schnelligkeit beim Arbeiten online.

Leandra Kerstein
Autor(in) Leandra Kerstein

Andrea Rosenbusch
Autor(in) Andrea Rosenbusch


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