Cybercrime 12.02.2019, 10:25 Uhr

Sicheres Smartphone: So gehts!

Smartphones sind mittlerweile eines der Top-Ziele von Cybercrime. Unsere Tipps machen Ihr Phone wesentlich sicherer.
(Quelle: Pixabay/geralt)
Egal, ob Android-Gerät oder iPhone: Sicherheit ist hier genauso wichtig wie am PC – oder sogar noch wichtiger, denn es lagern mittlerweile viele persönliche Daten auf den kleinen Begleitern. Die folgenden Sicherheitstipps sollten Sie daher unbedingt berücksichtigen.

1. Zugriffskontrolle

Das absolute Minimum der Smartphone-Sicherheit ist ein Sperrcode. Dieser sorgt dafür, dass unbefugte Personen keinen Zugriff auf Ihre Daten erhalten, sollten Sie beispielsweise Ihr Smartphone verlieren. Sowohl bei Android als auch bei iOS werden Sie beim ersten Systemstart dazu aufgefordert, einen Sperrcode einzurichten. Falls Sie den Schritt verpasst haben, können Sie den Code auch später noch hinzufügen.
Zum Sperren des Displays gibts mehrere Optionen
(Quelle: NMGZ)
Unter Android
Öffnen Sie die Einstellungen und suchen Sie nach Displaysperre. Wählen Sie die gewünschte Methode aus. Wischen ist unsicher und sollte nicht verwendet werden. Bei Muster putzen Sie besser öfters Ihr Display, da sonst Ihr Sperrcode durch Fingerabdrücke sichtbar wird. PIN und Passwort sind die sichersten Varianten. Passwort ist jedoch ohne biometrische Unterstützung (etwa durch einen Fingerscanner) eher mühsam.
Unter iOS
Öffnen Sie die Einstellungen und scrollen Sie zu Touch ID & Code respektive Face ID & Code, je nach Modell. Dort finden Sie alle Optionen rund um den Sperrcode und die biometrischen Hilfen, die das jeweilige iPhone anbietet. Setzen Sie unter Code aktivieren einen Sperrcode und schalten Sie falls gewünscht Touch ID (Fingerscanner) oder Face ID (Gesichtserkennung) ein. Biometrische Hilfen wie Fingersensoren oder Gesichtsscanner sind eine einfache Variante, Ihr Smartphone gut abzusichern, ohne dabei auf eine angenehme Bedienung verzichten zu müssen. Die Einrichtung variiert aber je nach Gerät. Durchforsten Sie am besten Ihre Einstellungen oder konsultieren Sie die Bedienungsanleitung Ihres Geräts.

2. WLAN

Öffentliche Wi-Fi-Hotspots sind praktisch, aber auch riskant. Sie wissen nie wirklich, wer einen Hotspot betreibt und wer sich alles im Netz tummelt. Das macht es für Hacker extrem einfach, Daten abzugreifen. Verbinden Sie sich nur dann mit öffentlichen Hotspots, wenn es nicht anders geht. Halbprivate Netze wie Hotelnetzwerke mit Passwort sind etwas sicherer, aber dennoch nicht sicher genug für kritische Anwendungen wie zum Beispiel E-Banking. Ähnliches gilt für die Funktechnik Bluetooth. Lassen Sie Bluetooth ausgeschaltet, solange Sie es nicht verwenden. Das Sicherheitsrisiko ist aufgrund der kurzen Übertragungsdistanz zwar sehr klein, aber der Aufwand, Bluetooth jeweils kurz auszuschalten, ist noch kleiner.

3. App-Zugriffe

Hier regeln Sie die App-Berechtigungen
(Quelle: NMGZ)
Eine App, die QR-Codes liest, braucht wahrscheinlich Zugriff auf die Kamera, nicht aber auf Ihre Kontakte. Prüfen Sie bei Apps immer genau, welche Berechtigungen die App benötigt und ob diese auch Sinn ergeben. Seit einiger Zeit fragen Android-Apps erst nach Rechten, wenn sie diese brauchen. Allerdings behaupten einige Apps auch einfach, sie würden dringend Zugriff auf alle Ihre Kontakte benötigen, um überhaupt starten zu können. Denken Sie hier sorgfältig nach: Was kann die App genau und wie hängt das mit den angefragten Berechtigungen zusammen? Falls Sie im Nachhinein Zugriffsrechte ändern möchten, können Sie das problemlos tun. Unter Android öffnen Sie die Einstellungen und navigieren zur Option Apps und App-Berechtigungen. In iOS öffnen Sie stattdessen Einstellungen/Datenschutz.



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