Bilanz 02.04.2020, 13:00 Uhr

Xiaomi wächst im Smartphone-Geschäft

Xiaomi hat im Geschäftsjahr 2019 den Umsatz und den Gewinn gesteigert. Vor allem das Smartphone-Geschäft ist auf Expansionskurs.
(Quelle: Shutterstock/testing )
Dieses Jahr expandiert Xiaomi mit seinen Smartphones und IoT-Produkten auch in Deutschland. Die jetzt vorgelegten Geschäftszahlen zeigen, dass der chinesische Hersteller ein Player wird, mit dem zu rechnen ist.
Der Konzernumsatz erreichte im Jahr 2019 mit 205,8 Milliarden RMB eine neue Höchstmarke, das waren 17,7 Prozent mehr als im Vorjahr. Der bereinigte Nettogewinn erreichte mit 11,5 Milliarden RMB ein Plus von 34,8 Prozent. Im vierten Quartal stieg der Umsatz sogar im Jahresvergleich um 27,1 Prozent.
CEO und Firmengründer Lei Jun: "Wir bei Xiaomi sind fest davon überzeugt, dass unser langfristiger Geschäftserfolg durch technologische Innovationen abgesichert wird, und in diesem Sinne planen wir, in den nächsten fünf Jahren 50,0 Milliarden RMB zu investieren, während wir uns unermüdlich auf technologische Innovationen und Benutzerfreundlichkeit konzentrieren, um unsere loyale Mi-Fan-Basis zu vergrössern."
Zum guten Ergebnis haben die 124,6 Millionen Smartphones, die 2019 ausgeliefert wurden, massgeblich beigetragen. Sie machten rund 60 Prozent des Konzernumsatzes aus, rund 30 Prozent kommen von IoT- und Lifestyle-Produkten, der Rest von Internet-Diensten in China. Allein im vierten Quartal stiegen die Smartphone-Verkäufe um 30,5 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum.
Dies führt Xiaomi auch auf die Anfang 2019 eingeführte Zweimarkenstrategie mit Xiaomi für den Premiumbereich und Redmi für die Einsteiger- und Mittelklasse zurück. Dieses Jahr will sich der Hersteller auf eine Steigerung des durchschnittlichen Verkaufspreises (ASP) durch mehr Geräte im oberen Preissegment fokussieren.
Bezüglich der Perspektiven ist man dabei weiter optimistisch, so habe es zwar durch die Corona-Krise im Februar und März eine vorübergehende Produktionsunterbrechung gegeben, doch inzwischen habe sich die Kapazität wieder auf 80 bis 90 Prozent des vorherigen Volumens bewegt, heisst es in der Bilanzmitteilung.



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