Kernnetz 03.06.2020, 05:38 Uhr

5G-Aufbau: Telefónica setzt auf Ericsson

Der Münchner Netzbetreiber Telefónica vertraut beim "besonders sicherheitsrelevanten" 5G-Kernnetz auf den schwedischen Telekommunikationsausrüster Ericsson.
Markus Haas, Vorstandsvorsitzender von Telefónica Deutschland
(Quelle: Telefónica)
Markus Haas will "das O2-Mobilfunknetz zum Synonym für digitales Vertrauen“ machen. Der CEO des Münchner Netzbetreibers hat hierzu einen Vertrag mit dem schwedischen Ericsson-Konzern abgeschlossen, dieser wird das 5G-Kernnetz von Telefónica ausbauen.
Dort laufen sämtliche Anwendungen und Daten von den bundesweit über 26.000 Mobilfunkstandorten zusammen, die von den 42 Millionen Mobilfunkkunden des O2-Netzes genutzt werden. Haas spricht deshalb vom "zentralsten und sicherheitsrelevantesten Teil eines Mobilfunknetzes".
Wie auch bei den anderen Netzbetreibern dürfen die Hardware-Komponenten des Netzes erst dann verbaut werden, wenn sie vorher behördliche Sicherheitszertifizierungen durchlaufen haben und der Hersteller eine Garantieerklärung über ihre Vertrauenswürdigkeit abgegeben hat.
Über einen genauen Zeitplan gab der Netzbetreiber keine Auskunft, man wolle "bis zum kommenden Jahr ein komplett eigenständiges 5G-Kernnetz" etabliert haben. 
 „Die Partnerschaft zwischen Telefónica Deutschland und Ericsson im 5G-Kernnetz unterstreicht, dass alle drei deutschen Mobilfunknetzbetreiber in verschiedenen Teilen ihrer Netze auf uns setzen. Wir freuen uns, dadurch unsere Ambition der Technologieführerschaft in Sachen 5G-Netzausrüstung unter Beweis zu stellen“, sagt Stefan Koetz, Vorsitzender der Geschäftsführung von Ericsson in Deutschland und Head of Customer Unit Western Europe.


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