US-Wahlserver hingen ganzjährig im Internet

Papier als Alternative

Zwar behaupten die Forscher nicht, dass tatsächlich Manipulationen stattgefunden hätten. Der Bericht befeuert aber die Diskussion um die Sicherheit von Wahlcomputern. Diese war in den vergangenen Tagen auch Thema bei der Sicherheitskonferenz Black Hat. Hier wurde auch diskutiert, dass altmodische Lösungen manchmal doch ihre Vorteile hätten. «Stimmzettel aus Papier sind fast 100 Prozent zuverlässig und bieten eine durch Wähler überprüfbare Papierspur», erklärt der anerkannte IT-Security-Experte Bruce Schneier gegenüber «The Reg».
Dass die Diskussion um die Sicherheit und Sinnhaftigkeit von Wahlcomputern in den USA in absehbarer Zeit abebbt, scheint unwahrscheinlich. Immerhin hat die «Associated Press» erst im Juli einen Bericht veröffentlicht, wonach die «überwältigende Mehrheit» der wahlrelevanten Computersysteme in den USA Windows 7 oder noch ältere Betriebssysteme nutzt. Der reguläre Support für Windows 7 endet am 14. Januar 2020, also vor den US-Wahlen im kommenden Jahr. Neu entdeckte Sicherheitslücken würden also allenfalls dort gepatcht, wo die sparsame öffentliche Hand sich den Luxus des kostenpflichtigen erweiterten Supports (bis 2023) leistet.


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