Genfer E-Voting-System wird per sofort eingestellt

Noch kein Antrag für E-Voting bei der Bundeskanzlei eingegangen

Die Schweizerische Post ihrerseits hatte im Frühjahr den Betrieb ihres E-Voting-Systems ausgesetzt, um Fehler in ihrem System zu korrigieren, die IT-Experten im Quellcode gefunden hatten. Das E-Voting-System der Post stand bisher in den Kantonen Neuenburg, Freiburg, Thurgau und Basel-Stadt im Einsatz. Die vorgenommene Korrektur werde derzeit von externen Experten überprüft, hiess es am Mittwoch auf Anfrage der Nachrichtenagentur Keystone-SDA. Nach Abschluss dieser Überprüfung sei es das Ziel, den Kantonen das System ab Herbst wieder anzubieten.
Ob und wann E-Voting vom Versuchsbetrieb in den ordentlichen Betrieb überführt werden könne, sei eine politische Entscheidung, hiess es bei der Post weiter. Zuständig sei die Bundeskanzlei. Jeder Kanton entscheide aber selbst, ob er seinen Stimmbürgerinnen und -bürgern das System anbieten möchte. Bisher hat die Bundeskanzlei noch keinen Antrag eines Kantons für E-Voting bei den eidgenössischen Wahlen im Oktober erhalten, wie ihr Sprecher René Lenzin am Mittwoch auf Anfrage sagte.


Autor(in) SDA


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