21.07.2010, 00:00 Uhr

Amazon verkauft mehr E-Books als Hardcover

 Digitale Bücher werden immer beliebter, vor allem in den USA. Der weltgrösste Onlinehändler Amazon verkaufte in den letzten drei Monaten in den Vereinigten Staaten 43 Prozent mehr E-Books als Bücher mit festem Einband. Im ersten Halbjahr 2010 haben sich die Verkäufe von E-Books verdreifacht. So kamen in den vergangenen drei Monaten auf 100 abgesetzte Hardcover-Ausgaben 143 elektronische Bücher unter anderem für den hauseigenen E-Book-Reader Kindle, wie Amazon mitteilte. Im vergangenen Monat seien es sogar 180 E-Books auf 100 Bücher mit festem Einband gewesen. Dabei seien kostenlos angebotene E-Books - etwa Titel, bei denen die Urheberrechte abgelaufen sind - nicht einmal mitgezählt worden.Zudem sei der Verkauf von Hardcover-Büchern im besagten Zeitraum sogar gewachsen. Angaben zum Taschenbuch-Bereich und zu absoluten Zahlen machte Amazon allerdings nicht.Ein Grund für die erstaunliche Entwicklung von E-Books sieht Konzernchef Jeff Bezos in der Preissenkung für den Kindle, der in den USA seit 21. Juni 2010 nicht mehr 259 US-Dollar, sondern nur noch 189 US-Dollar kostet. Amazon nannte zwar ebenfalls keine konkreten Zahlen zum Absatz des Kindle, es soll sich aber um den populärsten Artikel im Sortiment handeln.Ganz anders verläuft die Entwicklung bisher in Europa: Während in Übersee von einem Meilenstein die Rede ist, kann der deutsche E-Book-Markt von so einer Entwicklung vorerst nur träumen. Nach wie vor ist das Angebot an deutschsprachigen E-Books sehr begrenzt.  (iwb/jb)



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