11.12.2012, 00:00 Uhr

Zynga setzt auf Zocker mit echtem Online-Glückspiel

Zynga, angeschlagener Anbieter von Social Games, will auch in den USA auf Glücksspiel setzen und hat dazu im Bundestaat Nevada eine entsprechende Lizenz beantragt. Allerdings lassen sich die Pläne kaum kurzfristig umsetzen. Zunächst muss Zynga sich die grundsätzliche Eignung bestätigen lassen. Allein dieser Vorgang dauert ein bis eineinhalb Jahre. Anschliessend darf sich Zynga für eine Lizenz bewerben, müsste dazu aber eine Partnerschaft mit einem in Nevada ansässigen Casino eingehen.

Ob es jemals so weit kommen wird, ist allerdings offen. Nicht nur die lange Dauer der Prüfung könnte Probleme bereiten, auch inhaltlich ist Zynga nicht gerade bestens vorbereitet: Das Gaming Control Board prüft unter anderem die Bilanzen und finanzielle Rücklagen der Unternehmen - Zynga schreibt hier derzeit nicht gerade Erfolgsgeschichten. Erschwerend kommt hinzu, dass auch in den USA in den meisten Bundesstaaten Online-Glücksspiele verboten sind. Entsprechende gesetzliche Lockerungen werden derzeit beraten, der Ausgang ist jedoch völlig ungewiss.

In anderen Märkten kommt Zynga schneller voran. Im kommenden Jahr bringt das Unternehmen simulierte Münz-Spielgeräte auf den britischen Markt, an denen mit echtem Geld eine Farmville-Variante gespielt werden kann. Zynga kooperiert hierzu mit bwin.party. Später soll ausserdem ein Online-Poker-Spiel erscheinen. Zuletzt machte Zynga mit einem schlechten Geschäftsverlauf von sich reden: Im dritten Quartal 2012 machte das Unternehmen einen Verlust von 53 Millionen US-Dollar, während ein Jahr zuvor noch ein Gewinn von 12 Millionen Dollar in den Büchern stand. (ph/iw)

Siehe auch: Facebook und Zynga: \"it's complicated\", Zynga startet mobile Version von Ruby Blast, Zynga baut sich eigene Web-Plattform



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