11.03.2011, 00:00 Uhr

Wenig Vertrauen in Internetkompetenz von Politikern

 Eine deutsche Studie zeigt, dass die Wähler den Politiker wenig Internetkompetenz zutrauen. In der Schweiz dürften die Resultate wohl ähnlich ausfallen. Nur jeder dritte Wahlberechtigte hält die Internetkenntnisse der Politiker für ausreichend. Das hat eine repräsentative Umfrage im Auftrag des BITKOM aus Anlass des ?Superwahljahrs? 2011 ergeben. So finden lediglich 31 Prozent der Deutschen ab 18 Jahren, dass deutsche Politiker genügend Kenntnisse über das Internet haben. Deutlich mehr Menschen (42 Prozent) sprechen den Politikern Internetkompetenz ausdrücklich ab, weitere 25 Prozent sind sich unsicher. Junge Männer von 18 und 29 Jahren urteilen besonders kritisch ? 57 Prozent halten Politiker in puncto Internet für inkompetent. Dagegen haben Frauen in der gleichen Altersgruppe das beste Politikerbild: 48 Prozent bescheinigen den Politikern entsprechende Sachkenntnis.

 ?Auch 20 Jahre nach Erfindung des World Wide Web müssen Politiker in Sachen Internet das Vertrauen der Wähler erst noch gewinnen?, sagte BITKOM-Präsident Prof. Dr. August-Wilhelm Scheer. ?Kompetenz strahlt dabei nicht aus, wer am lautesten schreit. Die Bürger wissen offenkundig zu unterscheiden zwischen Symbolpolitik und echtem Sachverstand.? Scheer würdigte die Initiativen mehrerer Ministerien und des Bundestags für einen stärkeren Dialog zwischen Politik, Wirtschaft und gesellschaftlichen Akteuren zu Themen der Netzpolitik. Zur Methodik: Die Angaben hat das Institut Forsa im Auftrag des BITKOM erhoben. Dabei wurden 953 Bundesbürger ab 18 Jahren befragt. (Patrick Hediger) http://www.bitkom.de



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