21.01.2011, 00:00 Uhr

Soziale Unterschiede bleiben auch bei vermehrter Online-Nutzung bestehen

Die neuste Publikation der Internetstudie NET-Metrix-Base zeigt: Die Internetnutzung der Schweizer Bevölkerung nimmt weiter zu. Während auch immer mehr ältere Personen das Internet nutzen, bleiben Unterschiede nach sozioökonomischen Merkmalen bestehen.

 84% aller Personen ab 14 Jahren in der Schweiz und Liechtenstein nutzen das Internet. Das bedeutet eine Zunahme um drei Prozent im Vergleich zum Vorjahr und beinahe eine Verdoppelung innert 10 Jahren. Aufgeholt haben vor allem Frauen und Senioren. Zu Beginn der Erhebung im Jahr 1999 nutzte erst ein gutes Drittel der Frauen und nur 10 Prozent der über 60-Jährigen das Internet. Heute bestehen kaum mehr Geschlechterunterschiede bei den Internetnutzern (52% Männer, 48% Frauen). Zudem ist bereits die Hälfte der über 60-Jährigen im Web aktiv.

Während sich die Unterschiede zwischen den Geschlechtern und Generationen weiter verringern, bleiben sie bezüglich anderer Merkmale wie Bildungsniveau und Einkommen bestehen. Eine Kluft zeigt sich insbesondere beim Einkommen: Rund die Hälfte aller Personen in der  einkommensschwächsten Bevölkerungsschicht (Haushaltseinkommen bis 4?000 CHF pro Monat) nutzt das Internet. Bei den Bestverdienenden (über 15?000 CHF pro Monat) gehören mit 98% fast alle zum weitesten Nutzerkreis. Diese Differenz bleibt trotz der allgemeinen Zunahme der Online-Nutzung im Vergleich zu den Vorjahren relativ stabil. (Patrick Hediger) http://www.net-metrix.ch



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