Online-Plattform 29.03.2020, 12:43 Uhr

Landesweite geografische Datensammlung zu Covid-19 gestartet

Eine Gruppe junger Forscher der ETH Zürich hat eine Datenplattform kreiert, um die regionale Ausbreitung von Covid-19 in der Schweiz rascher identifizieren zu können.
(Quelle: ETH Zürich)
Das Coronavirus breitet sich in Europa rasant aus. Um die Krankheit einzudämmen, müssen Verdachtsfälle möglichst früh identifiziert werden. Hierzu hat eine Gruppe junger Forscher eine Datenplattform kreiert, um die regionale Ausbreitung von Covid-19 in der Schweiz rascher identifizieren zu können. In die Datenbank können sich potenziell Infizierte, aber auch nicht Infizierte eintragen. Je mehr Menschen sich an dieser Kampagne teilnehmen, desto präziser sollen Aussagen zur Ausbreitung von Covid-19 in der Schweiz werden, teilt die Gesundheitsdirektion des Kantons mit. Sie unterstützte den Aufbau der Plattform, ebenso die Taskforce Covid-19 der ETH Zürich.
Die bernische Gesundheitsdirektion bat die Bevölkerung, an der Kampagne mitzumachen und auch älteren Menschen zu helfen, das Formular auszufüllen. Eine geographische Datensammlung zur Ausbreitung des Coronavirus in der Schweiz habe bisher noch gefehlt, heisst es im Communiqué weiter.

Selbsteinschätzung abgeben

Das Instrument, das junge Forschende der ETH Zürich entworfen haben, ermöglicht eine frühzeitige Erkennung von Regionen, in denen viele potenziell Infizierte wohnen. Infektionsherde wie die in Verbier VS und im Vallée de Joux VD können so rasch erkannt werden, noch bevor sie ausser Kontrolle geraten.
Die Datensammlung ist nun unter www.covidtracker.ch erreichbar. Menschen aus der ganzen Schweiz können sich in die Datenbank eintragen und eine Selbsteinschätzung ihrer Gesundheitssituation abgeben. So soll «in kürzester Zeit» eine regionale Karte der potenziellen Gefahrenherde entstehen. Die Daten werden anonym erfasst, erlauben laut Angaben der Gesundheitsdirektion des Kantons Bern aber eine lokal differenzierte Aussage über mögliche Infektionsherde.



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