Emotionen übertragen 05.06.2014, 01:03 Uhr

Gefühle steuern über Facebook

Gefühle können sich über Facebook ausbreiten - das hat ein Experiment gezeigt. Spannend ist, wie Marketer diese Erkenntnis nutzen können. Das Netzwerk selbst plant Mitgliedschaften für Kinder.
(Quelle: Shutterstock.com/icsnaps)
Das Experiment sah so aus: Eine Woche lang manipulierten Forscher in Kooperation mit Facebook den Newsfeed von 310.000 englischsprachigen Mitgliedern: Bei der Hälfte verringerte Facebook die Zahl der Beiträge mit positiven Gefühlsäusserungen, bei der anderen die mit negativen. Dabei konnte nachgewiesen werden, dass Emotionen auch über Social Media ansteckend sind. Wer mehr Erfreuliches zu sehen bekam, äusserte sich auch selbst positiver. Eine ähnliche Korrelation trat auch bei negativen Gefühlen auf. Das berichtet Spiegel Online unter Berufung auf die  "Proceedings of the National Academy of Sciences".
Der Effekt sei mit einer Veränderung von weniger als einem Prozent jedoch klein gewesen, erklärten die Autoren. Angesichts von Millionen Facebook-Mitgliedern seien aber potenziell viele Personen betroffen. Eine interessante Erkenntnis für Marketingverantwortliche, deren Botschaften auch oft auf Gefühle setzen.
Facebook selbst arbeitet unterdessen an einem System, das auch Kindern unter 13 Jahren die Mitgliedschaft ermöglicht - unter der Aufsicht ihrer Eltern. Dazu hat das soziale Netzwerk dem Guardian zufolge ein Patent beantragt, das in Übereinstimmung mit dem US Children's Online Privacy Protection Act (Coppa) steht. Dieser verbietet Unter-13-Jährigen, ohne nachvollziehbare Zustimmung ihrer Eltern Dienstleistungen zu nutzen, die Daten erfassen. Der Patentantrag wurde 2012 eingereicht, aber erst jetzt veröffentlicht.
Bei dem System muss sich der Erwachsene identifizieren und die Verwandschaft mit dem Kind angeben, bevor dessen Account angelegt werden kann. Eltern können anschliessend den Zugang zu bestimmten Inhalten festlegen.




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