OVK-Messung 18.04.2016, 12:25 Uhr

Deutsche Adblocker-Rate geht leicht zurück

Der OVK zeigt sich "vorsichtig optimistisch": Der Anteil der auf dem Desktop geblockten Online-Display-Werbung ist in Deutschland im ersten Quartal dieses Jahres leicht zurückgegangen.
Man muss zugeben, es ist ein sehr, sehr kleiner Tropfen auf den heissen Stein, aber für die werbungtreibende Industrie dennoch ein positives Signal: Der Anteil der auf dem Desktop geblockten Online-Display-Werbung ist im ersten Quartal dieses Jahres leicht zurückgegangen.
 
Im Durchschnitt wurden auf 20,09 Prozent der Page Impressions die Auslieferung von Online-Werbung verhindert. Das zeigen aktuelle Auswertungen des Online-Vermarkterkreis (OVK) im Bundesverband Digitale Wirtschaft (BVDW). Im Vergleich dazu lag die Adblocker-Rate im vergangenen Quartal 2015 bei 21,52 Prozent.

Vorsichtig optimistisch

Für den stellvertretender Vorsitzender des OVK, Oliver von Wersch, ein Schritt in die richtige Richtung: "Der leichte Rückgang der Adblocker-Rate stimmt uns vorsichtig optimistisch und zeigt, dass die Massnahmen und Aufklärungsaktivitäten des OVK beziehunsweise BVDW sowie der Publisher und Vermarkter inzwischen Früchte tragen."
Laut von Wersch verstehen Nutzer zunehmend, dass kostenlose Inhalte und Services im Internet in erster Linie durch Werbung refinanziert werden.
Zur Ermittlung der zentralen Adblocker-Rate erheben rund zwei Drittel der OVK-Mitgliedshäuser kontinuierlich und unabhängig voneinander den Anteil der geblockten Online-Werbung auf ihren Angeboten und melden diesen dem BVDW. Der Verband veröffentlicht dann in regelmässigen Abständen Updates zum aktuellen Umfang.
Warum setzen User eigentlich Adblocker ein? Eigentlich scheint die Antwort klar: weil Online-Ads nerven. Dass sich das Werbeunterdrücker-Problem in der Praxis dann doch etwas komplexer gestaltet, zeigt eine Studie von Teads.


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