Smarte Produkte 21.08.2019, 08:29 Uhr

Ikea wird Smart-Home-Hersteller

Unter der Bezeichung «Home Smart» erweitert der schwedische Möbelhersteller Ikea massiv sein Produktportfolio um smarte Produkte. Wir haben die Infos.
Auch elegant: Ikea-Leuchten mit WiFi-Speaker
(Quelle: Ikea )
Der schwedische Möbelhersteller Ikea will im Smart-Home-Sektor weiter expandieren. Nach eigenem Bekunden ist innerhalb des Konzerns «die strategische Entscheidung getroffen worden, erheblich in den Bereich Smart Home zu investieren, und Ikea Home Smart als eigene Geschäftseinheit zu etablieren.»
Björn Block, Leiter der neuen Home Smart Business Unit gab dazu folgende Parole aus: «Wir bei Ikea möchten Produkte für ein besseres Leben zu Hause für viele Menschen anbieten. Dazu müssen wir Produkte und Lösungen entwickeln, die über die konventionelle Heimausstattung hinausgehen». In der Tat sind beim Möbelhaus seit Ende 2012 diverse Smart-Home-Produkte erhältlich. Die bereits seit längerem geführten Produktbereiche «kabelloses Laden», «intelligente Lichtsteuerung» werden nun weiter um «intelligenter Sound» vergrössert. Dazu spannt das schwedische Einrichtungshaus noch enger mit dem Soundspezialisten Sonos zusammen.
Ikea-Lautsrecher als «Ablageregal»
Quelle: Ikea
Konkret hat Ikea unter der Produktbezeichnung «Symfonisk» seit Anfang August Tischlampen im Schweizer Shop (www.ikea.ch) lanciert, deren Fuss aus einem Wifi-Speaker besteht. Insgesamt stehen dort drei Modelle zur Auswahl – inklusive Erweiterungen wie etwa eine Wandhalterung oder Haken für die Regal-Speaker. Für den Symfonisk Regal-WiFi-Speaker liegen die Preise bei Fr. 129.-, die entsprechende Tischleuchte wechselt für Fr. 199.- den Besitzer.

«Alter Schwede» mit wachsendem Betätigungsfeld

Zudem führt das Einrichtungshaus auch smarte Jalousie-Reihen «Fyrtur» (Fr. 199.-) und «Kadrilj» (ab Fr. 149.-), die sich aufgurnd der Qualität der Abdunklung voneinander unterscheiden. Um die motorgetriebenen Rollos zu steuern, legt Hersteller Ikea eine Fernbedienung bei.
Um die Smart-Home-Geräte zu verwalten und steuern, hat Ikea ein eigenes Ökosystem respektive App entwickelt. Die entsprechenden Produkte können unter dem Produktnamen «Ikea Home Smart App» in den App-Shops von Apple und Google kostenlos heruntergeladen werden. Zuvor firmierte die Mini-Software unter der Bezeichnung «Trådfri».
Wir meinen: Möbelhersteller alleine reicht nicht mehr. Auch Ikea hat die Zeichen der Zeit erkannt. Zwar hat man sich als Möbellieferant gerade bei junggebliebenen Erwachsenen etabliert und dort Erfolg. Stösst damit aber auch schon seit längerem an Grenzen. Mit dem Entscheid den Bereich Smart Home auszubauen, verbindet man nun Bewährtes Altes und Neues - quasi unter einer Haube. Das ist clever, verbreitert man dadurch auch ein stückweit seine Klientel, um sich gleichermassen treuen wie auch neuen Kunden nachhaltig zu empfehlen.


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