23.11.2006, 00:00 Uhr

PC-Produzenten werden wegen Warten auf Vista langsam nervös

Die Computerhersteller Dell und Hewlett-Packard schrauben die Produktion von Rechnern mit DRAM-Modulen mit einem Gigabyte Speicherkapazität in die Höhe, um den derzeit schwächelnden Markt zu stimulieren. Dies berichtet das taiwanesische Branchenportal DigiTimes unter Berufung auf DRAM-Herstellerkreise, die ihre Produktionskapazitäten bereits massiv aufrüsten. Der Anteil an Systemen mit einem Gigabyte RAM soll noch im Dezember die 50-Prozent-Marke überschreiten. Das vierte Quartal ist normalerweise mit dem Weihnachtsgeschäft die Spitzensaison für den PC-Markt. Die Nachfrage sei jedoch aktuell schwächer als erwartet. Zurückgeführt wird dies darauf, dass die Konsumenten den Start von Windows Vista im Januar 2007 abwarten.
Da der volle graphische Funktionsumfang von Vista jedoch auch hohe Ansprüche an die Hardware stellt, peppen die Hersteller ihre Geräte auf und senken gleichzeitig die Preise. Dell- und HP-Notebooks für 800 Dollar sind üblicherweise nur mit 512 Megabyte RAM ausgestattet, während sich Systeme mit einem Gigabyte zwischen 800 und 1.000 Dollar zu Buche schlagen. Die Hersteller der DRAM-Bausteine gehen davon aus, dass auch der Preis für die Module im kommenden Monat steigen wird. Derzeit liege der Vertragspreis bei 50 Dollar je Speicherstein mit 512 Megabyte Kapazität. Die steigende Nachfrage würde die Hersteller jedoch derzeit überfordern, denn sie könnten lediglich 60 bis 70 Prozent der eingehenden Aufträge der grossen PC-Hersteller erfüllen, heisst es aus Branchenkreisen. (ph/pte) http://www.dell.com http://www.hewlett-packard.com http://www.digitimes.com


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