Octacore-CPU & 32 GByte RAM 19.12.2019, 10:08 Uhr

MintBox3 ist eine passiv gekühlte Linux-Workstation

Die neue MintBox3 ist eine ausgewachsene Linux-Workstation, die mit starken Prozessoren, reichlich Speicher und einer passiven Kühlung punkten will.
(Quelle: Compulab)
Die vom PC-Hersteller Compulab in Kooperation mit den Linux-Mint-Entwicklern angebotenen MintBox-Systeme waren bislang allesamt der Kategorie sparsamer Mini-PC zuzuordnen. Beim neuen Modell verfolgen die Partner nun ein gänzlich anderes Konzept, das den Fokus ganz klar auf Leistung setzt. Entsprechend kommt die MintBox3 als ausgewachsene Linux.Workstation mit Octacore-CPU, 32 GByte Arbeitsspeicher und dedizierter Nvidia-Grafikkarte daher. Mit den Vorgängern eint das neue Modell lediglich die passive Kühlung, die einen absolut geräuschlosen Betrieb erlaubt. Diese performante Ausstattung hat freilich auch ihren Preis, für das Einstiegsmodell sind 1.399 US-Dollar fällig, die Pro-Version geht für 2.499 US-Dollar über den Ladentisch.

Reichlich Leistung ohne Lüfter

Im Inneren der MintBox3 Pro werkelt ein Intel-Prozessor vom Typ Core i9-9900K, der 16 MByte Cache nutzt und mit maximal 5,0 GHz taktet. Dank der speziellen Kühlkonstruktion des Gehäuses lässt sich die 95-Watt-CPU ohne aktiven Kühler betreiben. Dem Prozessor stehen 32 GByte Arbeitsspeicher zur Seite, laut Hersteller können jedoch bis zu 128 GByte RAM eingesetzt werden. Als Grafikbeschleuniger ist eine Nvidia Geforce GTX 1660 Ti mit an Bord, die das parallele Arbeiten mit bis zu sieben 4K-Bildschirmen unterstützt. Bei der GPU verzichtet der Hersteller ebenfalls auf eine aktive Kühlung. Ausreichend Speicher stellt eine performante NVMe-SSD von Samsung mit 1 TByte Kapazität zur Verfügung. Zusätzlich lassen sich eine weitere NVMe-SSD  sowie bis zu vier herkömmliche 2,5-Zoll-SATA-Speicher hinzufügen.
Dank einer ausgeklügelten Gehäusekühlung lassen sich die leistungsstarken Komponenten auch ohne aktive Lüfter betreiben.
Quelle: Compulab
Käufer der Basis-Version müssen sich indessen mit der Sechskern-CPU Intel Core i5-9500 begnügen, die über 9 MByte Cache verfügt und mit maximal 4,4 GHz taktet. Hinzu kommen 16 GByte RAM, auch hier sind maximal 128 GByte möglich. Auf eine dedizierte Grafik wird im Basis-Modell verzichtet, die integrierte Intel UHD Graphics 630 unterstützt via Displayport den parallelen Einsatz von zwei 4K-Bildschirmen. Als Datenspeicher ist eine Samsung-NVMe-SSD mit 256 GByte verbaut. Hier bestehen dieselben Aufrüstmöglichkeiten wie beim teureren Modell.
Beide MintBox3-Geräte bieten zudem eine Vielzahl an Schnittstellen. So sind auf der Rückseite etwa sechs Slots für USB 3.1 gen 1 Typ A verbaut, an der Front finden sich Anschlüsse für USB 3.1 gen 2 Typ C, USB 3.1 gen 2 Typ A und USB 3.1 gen 1 Typ A. Für schnelle Verbindungen ins Netzwerk stehen indessen Schnittstellen für Dual Gbit Ethernet, WLAN 802.11ac und Bluetooth 4.2 parat.
Als Betriebssystem ist -  wie nicht anders zu erwarten war - das brandaktuelle Linux Mint 19.3 mit an Bord, das standardmässig mit einem Linux-Kernel 5.0 ausgestattet ist und mit einer Vielzahl von Optimierungen daherkommt.


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