Vereinheitlichung der Informatik 21.05.2020, 15:07 Uhr

Kanton Zürich: 100 Millionen Franken für digitale Arbeitsplätze

Der Regierungsrat des Kantons Zürich hat vier Aufträge vergeben, um die Informatik an den Arbeitsplätzen der Verwaltung zu standardisieren. Zum Zug kommen Abraxas Informatik, UMB, Swisspro Solutions und Go4mobile.
(Quelle: Chris Züger / Unsplash)
Der Kanton Zürich hat nach einer öffentlichen Ausschreibung insgesamt vier Aufträge für die Vereinheitlichung, Zentralisierung und Modernisierung der Informatik in der Verwaltung vergeben. Wie der Regierungsrat mitteilt, beläuft sich das Volumen auf über 100 Millionen Franken. 
Die Vergabe basiert laut Communiqué auf der kantonalen IKT-Strategie, die der Regierungsrat im April 2018 beschlossen hat. Wesentliche Elemente seien dabei die zentrale Erbringung der Leistungen der IKT-Grundversorgung und eine Beschränkung der Zahl der Rechenzentren. Damit solle die heutige grosse Vielfalt von Hard- und Software in den verschiedenen kantonalen Verwaltungszweigen eliminiert und durch einen einheitlichen, effizienteren und wirtschaftlicheren digitalen Arbeitsplatz abgelöst werden, heisst es weiter. Gemäss Regierungsrat umfasst dieses Vorhaben und die nun vergebenen Aufträge im Wesentlichen die rund 10‘000 Arbeitsplätze der Zentralverwaltung (ohne Kantonspolizei).
Der grösste Auftrag, der nun vergeben wurde, betrifft die Hardware-Beschaffung sowie die Projektleitung für den digitalen Arbeitsplatz, wie es weiter heisst. Er geht an Abraxas Informatik und umfasst inklusive Reserven knapp 51 Millionen Franken. Aufgrund der «stark dezentralen Organisation der Verwaltung» sei für den Betrieb das Amt für Informatik zuständig. Der zweitgrösste Auftrag in der Höhe von 37,9 Millionen Franken sicherte sich UMB. Hierbei sollen Services und Applikationen auf künftig maximal zwei Rechenzentren zusammengefasst werden. Zudem schliesst das Los die Lieferung entsprechender Hardware ein.
Die beiden verbleibenden Aufträge sicherten sich Go4mobile und Swisspro Solutions. Sie betreffen mobile Geräte sowie Projekt- und Betriebsleistungen (6 Millionen Franken) respektive die Ablösung der bestehenden Telefonielösung inklusive Geräte, zum Beispiel Headsets und Konferenzgeräte, sowie Projektleistungen (21,7 Millionen Franken.
Wie der Regierungsrat abschliessend schreibt, verteilen sich die Aufwendungen auf acht Jahre – was der maximalen Vertragsdauer entspricht. Die Verträge seien allerdings vorerst für vier beziehungsweise fünf Jahre abgeschlossen worden und könnten bei Bedarf verlängert werden.


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