14.07.2006, 00:00 Uhr

Speicherchip-Hersteller wegen Preisabsprachen angeklagt

Der New Yorker Generalstaatsanwalt Eliot Spitzer und seine Kollegen aus weiteren Bundesstaaten verklagen gemäss dem Branchen-Newsdienst Heise führende Speicherchip-Hersteller wie Infineon und Samsung wegen illegaler Preisabsprachen. Von mehr als 30 weiteren Bundesstaaten würden ebenfalls entsprechende Klagen erwartet, sagte der kalifornische Generalstaatsanwalt Bill Lockyer. Durch geheime Preisabsprachen bei DRAM sollen die Firmen die Kosten für PCs und elektronische Geräte in die Höhe getrieben haben. Betroffen davon seien OEMs und andere Kunden für DRAM-Chips. Infineon wollte sich in München nicht zu einer drohenden Klage äussern. "Wir kommentieren dies nicht", sagte Infineon-Sprecher Günter Gaugler der Finanz-Nachrichtenagentur dpa-AFX. Den Klagen ging eine Untersuchung des US-Justizministeriums voraus, die für vier Chiphersteller in Strafzahlungen von insgesamt mehr als 730 Millionen US-Dollar mündete. Im Rahmen dieser Untersuchung bekannten sich Infineon, Samsung, Hynix und Elpida bereits schuldig; einzelne Manager waren wegen Preisabsprachen sogar im Gefängnis gelandet. Die neue Klage der US-Bundesstaaten richtet sich nun neben Infineon, Micron und Samsung auch gegen Elpida Memory, Hynix Semiconductor, Mosel-Vitelic, Nanya und NEC Electronics America.



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